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Einführung: Krankenbeobachtung Blutdruck (Teil 2), Messtechniken, Hypertonie, Hypotonie, Bewertung der Messergebnisse
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Zu welchen Anlässen wird der Blutdruck gemessen?
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Vorbereitungen - geplante Blutdruckmessung


Bei der geplanten Blutdruckmessung ist die Situation eine völlig andere. Es sind quasi „Laborbedingungen“, unter denen versucht wird, die Blutdruckmessung vorzunehmen. Dies bedeutet, einfach gesagt, unter den bei jeder Messung gleichen Voraussetzungen oder konkret veränderten Voraussetzungen wie z.B. die Tageszeit.


Auf der Seite „Zu welchen Anlässen wird der Blutdruck gemessen“ wurde hierauf schon unter dem Punkt: „Wann der Blutdruck standardmäßig gemessen wird“ eingegangen.


Bei der geplanten Blutdruckmessung gibt es einige Vorbereitungen bzw. Dinge, die Sie beachten sollten:


  • Sie sollten wissen, an welchem Arm der Blutdruck beim Patienten oder Bewohner gemessen wird, wenn Blutdruckunterschiede zwischen rechtem und linkem Arm bekannt sind.

    Stehen Sie da auf dem Schlauch und wissen nichts über Blutdruckunterschiede zwischen rechtem und linkem Arm - eben weil nichts in der Kurve vermerkt ist -, dann gehen Sie zum Patienten und messen den Druck einmal rechts und einmal links. Wenn es Unterschiede gibt, wird der Druck in Zukunft an dem Arm mit dem höheren Druck gemessen. Vermerken Sie das in der Kurve und teilen Sie es bei der Übergabe mit. Gibt es keine Unterschiede, vermerken Sie auch das in der Kurve. Legen Sie in Absprache mit dem Patienten fest, auf welcher Seite der Blutdruck in Zukunft gemessen werden soll.

    Bei Menschen mit einem Schlaganfall und Halbseitenlähmung messen Sie, sofern der Blutdruck auf beiden Seiten gleich ist, am nicht gelähmten Arm. Ist der Druck an den Armen unterschiedlich, messen Sie dort, wo der höhere Druck zu messen ist.

  • Zeiten. Nun, wenn eine zeitliche Anordnung für die Blutdruckmessung gegeben ist, müssen Sie sich schon daran halten. Zeitliche Anordnungen gibt es in mehrerlei Hinsicht:

    1. Tageszeitliche Blutdruckmessungen, beispielsweise morgens - mittags - abends.
    2. Ereignisbezogen, z.B. vor oder nach (Minuten) der Medikamenteneinnahme, nach dem Aufstehen, vor oder nach der Mobilisation.
    3. Ein zeitliches Intervall, z.B. bei der postoperativen Überwachung. In der ersten Stunde alle 15 Minuten, danach halbstündlich, anschließend stündlich.

    Zeitliche Anordnungen zu realisieren ist in der pflegerischen Praxis nicht gerade einfach. Im günstigen Fall nähern Sie sich einer verordneten Zeit, z.B. bei der postoperativen Überwachung oder nach Medikamentengabe.

    Dokumentieren Sie nicht den Zeitpunkt, wann Sie messen sollten, sondern wann Sie es geschafft haben. Das ist aussagekräftig und keine Fantasie(soll)zeit. Versuchen Sie trotzdem die „Zeit zu treffen“.

  • Messen Sie den Blutdruck möglichst immer in der gleichen Körperlage, im Sitzen oder Liegen (im Stehen nur bei der entsprechenden Anordnung). Aus dem erstem Kurs zum Blutdruck wissen Sie, dass Lageänderungen (Stehen/Liegen) zu kurzfristigen Veränderungen des Blutdrucks führen. Warten Sie die „Normalisierung des Blutdrucks“ nach der Lageänderung ab.

    Beispiel:

    Normalerweise wird bei einem Patienten der Blutdruck immer im Sitzen gemessen. Sie treffen den Patienten jedoch in seinem Bett liegend an. Da der Patient weiß, dass der Druck immer sitzend gemessen wird, schwingt er sich auf die Bettkante, kaum dass er Sie gesehen hat. Warten Sie ein bis zwei Minuten, bevor Sie den Blutdruck messen.

  • Körperliche Belastungen des Patienten direkt vor der Blutdruckmessung. Ich denke, das brauche ich nicht zu betonen, diese sollten Sie vermeiden. Die Wartezeit bis zur Messung sollte dann ca.15 Minuten betragen.

    Also nicht mal schnell den Patienten auf dem Flur ansprechen, mit den Worten: „Kommen Sie mal eben auf Ihr Zimmer, ich muss (mal schnell) den Blutdruck messen.“

  • Aufregung. Ist ein Patient aufgeregt, z.B. kurz vor einer Untersuchung, nach der Visite, nachdem er erfahren hat, er müsse operiert werden, so ist der Blutdruck wahrscheinlich erhöht. Sie können diese Aufregung zum einen nicht vermeiden oder zur Blutdruckmessung innerhalb von ein paar Minuten wegdiskutieren. Wahrscheinlich ist der Blutdruck in so einer Situation erhöht. Vermerken Sie diesen Umstand in der Dokumentation.

  • Schmerzen führen bei den meisten Menschen zu einer Blutdruckerhöhung. Gerade bei der postoperativen Überwachung können Schmerzen ein Grund für ungewöhnliche Blutdruckanstiege sein. Auch hier gilt: Vermerken Sie eventuell vorhandene Schmerzen in der Dokumentation in Verbindung mit dem erhöhten Blutdruckwert. Selbstverständlich unternehmen Sie etwas gegen die Schmerzen (Ggf. Bedarfsmedikation von Schmerzmitteln, falls die Schmerzen neu aufgetreten sind; Rücksprache mit dem Arzt).

  • Medikamente. Nimmt der Patient oder Bewohner regelmäßig „Blutdruckmedikamente“ ein, so sollten Sie Ihre Messungen zu einem festen Zeitpunkt vor oder nach der Medikamenteneinnahme durchführen. Beachten Sie, dass viele Medikamente, z.B. einige Schmerzmittel, als Nebenwirkung den Blutdruck beeinflussen.

    Ist vor der Messung ausnahmsweise ein auf den Blutdruck wirkendes Medikament verabreicht worden, so dokumentieren Sie das in Zusammenhang mit dem Blutdruck.

Grundsätzlich sollten Sie versuchen, regelmäßige Blutdruckkontrollen unter gleichen Bedingungen durchzuführen. Auf einen Teil der Bedingungen haben Sie Einfluss, auf einen anderen Teil jedoch nicht. Wichtig ist, dass Sie Auffälligkeiten beim Blutdruck in Zusammenhang mit ggf. ungewöhnlichen Umständen dokumentieren.



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Identnummer: 20091216

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