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Einführung: Krankenbeobachtung Blutdruck (Teil 2), Messtechniken, Hypertonie, Hypotonie, Bewertung der Messergebnisse
Ziele des Kurses
Zu welchen Anlässen wird der Blutdruck gemessen?
Arten der Blutdruckmessung
Blutdruckmessung - Materialien und Gefahren
Vorbereitungen zur Blutdruckmessung
Vorbereitungen - Akute Blutdruckmessung
Vorbereitungen - geplante Blutdruckmessung
Blutdruckmessung - Durchführung
Fehler bei der Blutdruckmessung - viele Möglichkeiten, etwas falsch zu machen!
Tipps und Tricks
Zusammenfassung
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
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Tipps und Tricks


Bei der Blutdruckmessung gibt es ein paar einfache Dinge, die Ihnen und dem Patienten das Leben leichter machen.


  • Zuerst zu den Fehlern. Ich hatte Ihnen einen Tipp versprochen. Probieren Sie die Fehler einfach mal aus. Zuerst korrekte Messung, und danach machen Sie es falsch, z.B. mal den Arm über Herzhöhe halten. Oder besser noch: Wie ist der Blutdruck im Handstand? (Schicken Sie mir das Ergebnis am besten mit Bild, ich arbeite es dann in diesen Kurs ein.) Wenn Sie die Fehler bewusst machen, werden Sie Ihnen in der Praxis nicht passieren.

  • In diesem Kurs haben Sie gelernt oder erfahren, wie man den Blutdruck korrekt ermittelt. Wenn Sie es so machen wie beschrieben, machen Sie es sicher nicht falsch. In der pflegerischen Praxis haben Sie es anders gemacht (wie ich z.B. ja auch, ich lerne!), sehen Sie es anders (in unterschiedlichsten, vor allem schnellen Variationen) oder jemand verrät Ihnen einen Trick, um den Druck schneller zu reduzieren (klar kenne ich einen, doch ich halte die beschriebene Methode für richtig). Ein automatisches Blutdruckmessgerät arbeitet nicht schneller als Sie!

  • Beim Erarbeiten des Kurses ist mir etwas aufgefallen. Ich vermute, gemessen an der korrekten Vorgehensweise zur Blutdruckmessung, dass ein erheblicher Teil der durchgeführten Blutdruckmessungen nicht korrekt durchgeführt wird. Das wäre ein interessantes Schülerprojekt. Auszeichnungswürdig!

  • Ältere erfahrene Kolleginnen und Kollegen messen den Blutdruck vielleicht anders als vorgeschrieben, vielleicht auch daher mit einem gewissen Fehler. Doch sie haben häufig den Blick für den Patienten als Ganzes, was sehr viel Wert ist.

  • Diastolischer Blutdruck „0“! Nun, kurz überlegen. Wie kann es dazu kommen? Korotkow-Töne entstehen durch turbulente Strömungen (meine Lesart, ich habe bereits etwas dazu gesagt). Wenn Sie den Blutdruck messen und die Korotkow-Töne bestehen bis „0“ fort, dann warten Sie fünf Minuten und kontrollieren Sie. Diesmal achten Sie auf die Lautstärke der Töne. Nach dem ersten systolischen Ton werden die Töne lauter, danach leiser, bis zum Erreichen der Diastole. Bestehen die Töne fort, sind sie danach „gleich leise“. Ursachen hierfür: Irgendwo zwischen Ihrem „Horchpunkt“ gibt es eine Einengung, eine turbulente Strömung. Diese kann vorübergehend sein, z.B. lagerungsbedingt (Patient liegt streng seitlich, in der Achsel wird die Arterie zusammengedrückt), aber auch auf eine krankhafte Verengung einer Arterie hinweisen.

  • Sie haben keine passende Blutdruckmanschette. Im Krankenhaus gibt es meistens „Überwachungs- oder Intensivstationen“, die damit ausgerüstet sind. Und wenn man freundlich fragt, ist man in der Regel sehr hilfsbereit. Also nicht bei dem Patienten mit schwerem Übergewicht die normale Manschette mit Pflasterstreifen sichern (damit der Klettverschluss nicht aufbricht). Den unter solchen Umständen gemessenen Wert können Sie in die „Tonne hauen“. In der Altenpflege, ich sprach schon von der 92-jährigen Dame mit den dünnen Ärmchen. In diesem Fall muss eben eine Kindermanschette angeschafft werden.

  • Nebengeräusche. Der Schlauch des Stethoskops muss frei durch die Luft laufen. Pendelt er gegen die Bettdecke, so hören Sie alles, nur nicht die Korotkow-Töne.

  • Spricht ein Patient, der glaubt, sein Blutdruck wäre zu hoch oder zu niedrig, Sie an, glauben Sie ihm erst einmal und messen den Blutdruck. Hypertoniker wie Hypotoniker haben häufig ein sehr genaues Gefühl dafür, wie ihr Blutdruck ist.

  • Bei Hypertonikern wie Hypotonikern messen Sie unschmeichelhafte Werte. Hat ein Hypotoniker einen systolischen Wert von 80 mmHg, sagen Sie es dem Patienten, wenn er Sie danach fragt und auch, wenn er Sie nicht fragt. Vielleicht regt er sich ja auf und der Blutdruck steigt. Auf jeden Fall sofort ins Bett mit ihm, liegend machen und Arztinfo.

    Bei dem Hypertoniker ist das etwas schwieriger. Nun, wenn Sie mal den Blutdruck bei sich messen lassen und dabei auf das Manometer schauen, werden Sie  bemerken - „Sie spüren“-, wann das Blut zu fließen beginnt (Systolischer Druck, ein unangenehmes Kribbeln im Arm). Der Hypertoniker kennt das, und er schaut Ihnen auf die Finger, d.h., er weiß, wann Sie ihm etwas vom Pferd erzählen. „Etwas hoch“ bei Blutdruckwerten, die Ihnen die Schweißperlen auf die Stirn treiben, z.B. 260 mmHg systolisch. Wenn Sie dem etwas vorlügen und er es Ihnen nicht abkauft, haben Sie den Druck auf 280 mmHg gesteigert.

    Jetzt kommt der Tipp. Also, Sie haben 260 mmHg gemessen. Wenn er fragt „NUN?“, sagen Sie: „Was schätzen Sie?“ Sagt er den richtigen Wert, antworten Sie: „Richtig … ich rufe den Arzt an, sofort!“ (Ist mir passiert, der Patient lachte und sagte: „Ich kann noch mehr“). Tippt er niedriger (240 mmHg), nennen Sie einen etwas höheren Wert. Wenn er nachfragt, sagen Sie 250 mmHg. Sie werden es nicht glauben, aber die Leute „testen einen“, und mit 250 mmHg sind Sie glaubwürdig. Tippt er zu hoch - 280 mmHg -, ziehen Sie ihm den Zahn und sagen ihm den gemessenen Wert.

    Was Sie nicht tun sollten, und was ich nicht tun würde: Echte „Unwahrheiten erzählen“ wie z.B. „etwas hoch“. Der Hypertoniker kennt sich. Er weiß ziemlich genau, wann er mit dem Blutdruck richtig oben ist. Er hat meistens jahrelange Erfahrung mit seinem Körper. Und Sätze wie „… das darf ich Ihnen nicht sagen“ bringen ihn auf die Palme (plus 20 mmHG). Situationsbezogenes Lügen (Sie haben es ja gerade erlernt) verzeiht er Ihnen.

    Bei so hohen Blutdrücken in der Klinik sofort den Arzt anrufen! Auch aus jeder Besprechung herausholen, das ist akut lebensgefährlich!!! In der stationären Altenpflege oder ambulanten Pflege wählen Sie die Nummer 112. Also nicht erst den Hausarzt oder den ärztlichen Notdienst informieren!

  • Blutdruckwerte bis 220 mmHg systolisch und maximal 110 mmHg diastolisch. Wenn einer dieser Werte überschritten wird, rufen Sie sofort den Arzt an, unabhängig davon, wie der Patient sich fühlt. Welchen Arzt? Es kommt darauf an, wie es dem Patienten geht und wie er sich fühlt. Hat der Patient oder Bewohner keine Beschwerden (also keine Kopfschmerzen, kein Nasenbluten, keine Luftnot … er fühlt sich wohl?!),  rufen Sie sofort den Arzt in der Klinik. In der ambulanten Pflege oder stationären Altenpflege können Sie einen Versuch mit dem Hausarzt oder ärztlichen Notdienst starten. Ist das nicht möglich oder unbefriedigend, scheuen Sie sich nicht, die 112 zu wählen. Sagen Sie einfach, wer Sie sind, wo Sie sind und was Sie gemessen haben. Die Kollegen sind sehr nett!

    Bei allen  Werten gleich oder darunter verbunden mit deutlichen Symptomen:

    Erinnern Sie sich an die ältere Dame mit dem Pastor? Wenn Sie die Situation unter Kontrolle haben, der Hausarzt „am Ohr ist“, es einen Grund gibt und die Situation sich verbessern kann oder nicht zu entgleiten droht, dann können Sie auf die klassische internistische Therapie „aggressives Zuwarten“ setzen, doch verschlechtert sich nur ein kleiner Teil … 112!

    Übrigens, auch 180/100 mmHg können für einen Nicht-Hypertoniker schon weit über der Grenze des Verträglichen liegen (er hat Symptome: z.B. Kopfschmerzen, Luftnot), also rufen Sie den Arzt, Hausarzt oder Notarzt.


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Identnummer: 20091216

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