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Einführung: Atmung, Atemübungen, Einreibungen, Dehnlagerung, Lagerungsdrainagen, Inhalation.
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Richtig abhusten


Grundsätzlich gibt es mehrere Arten zu husten. Wichtigste Unterscheidung ist hierbei das unwillkürliche Husten, wenn Sie sich z.B. verschluckt haben, und das willkürliche Husten, das Sie z.B. nach Aufforderung machen. „Husten Sie mal!“

Man könnte meinen, dann wäre ja alles in Ordnung. Entweder der Patient hustet unwillkürlich oder willkürlich ab.

Doch weit gefehlt. Sie können nicht nur gewollt husten, sondern den Husten auch in gewissem Maße unterdrücken. Das haben Sie sicher selbst schon öfter getan, wenn Sie z.B. bei einem Vortrag waren und aus einem kräftigen Husten ein leichtes Hüsteln oder ein Räuspern gemacht haben.

Nicht wenige Patienten vermeiden es zu husten, insbesondere Schleim abzuhusten. Mögliche Gründe für dieses Verhalten sind:


  • Der Patient hat keine Taschentücher oder kein Papier, in das er den Schleim ausspucken kann. Ein ganz banaler Grund, den Sie einfach beheben können.

  • Husten tut weh. Hat der Patient Schmerzen beim Husten, z.B. nach einer Operation im Brust- oder Bauchraum, so wird er das Husten unterdrücken. Er wird nur hüsteln oder sich räuspern.

    Dies ist ein häufiges Problem. Denken Sie an einen Patienten mit einer Operation im Bauchraum. Unter normalen Umständen ist die Schmerzbehandlung des Patienten ausreichend. Der Patient kann sich im Bett bewegen, er kann sich sogar ohne schmerzbedingte Beeinträchtigungen auf die Bettkante setzen. Doch wenn er hustet, schmerzt die Operationswunde stark.

    Versetzen Sie sich in die Situation des Patienten. Sie husten dreimal versehentlich, danach vermeiden Sie es zu husten und probieren es nicht mehr aus.

  • Viele Patienten haben Angst, dass beim Husten die OP-Wunde aufreißt.

  • Auswurf ist peinlich. Kopfkino: Sie liegen im Krankenhaus. Sie haben eine Lungenentzündung, doch es geht Ihnen etwas besser. Der trockene, feste Husten ist in einen produktiven Husten, also in einen mit Auswurf übergegangen. Es ist Mittagszeit, Ihr Zimmernachbar ist am Essen. Sie werden es da wahrscheinlich tunlichst vermeiden, ordentlich abzuhusten. Es ist Ihnen (und wahrscheinlich auch Ihrem Zimmernachbarn) unangenehm. Gleiches gilt übrigens auch während der Besuchszeit. Auch da ist es Ihnen peinlich, z.B. vor Ihren Kindern Schleim abzuhusten.

Pflegerische Intervention, um das Abhusten zu fördern


Angesichts der geschilderten Probleme ergeben sich für Sie als Pflegekraft auch Möglichkeiten, den Patienten beim Abhusten zu unterstützen.


  • Sorgen Sie dafür, dass der Patient immer ausreichend Papiertücher hat, um abzuhusten. Des Weiteren muss ein Abwurf für benutzte Papiertücher für ihn gut erreichbar sein.

  • Bereiten Sie das Abhusten vor. Der Patient muss hinlänglich getrunken haben, eventuell sind schleimlösende Medikamente erforderlich.

  • Der Patient muss beim Husten schmerzfrei sein. Überzeugen Sie sich davon! Das bedeutet, Sie fordern den Patienten auf, in Ihrer Gegenwart kräftig zu husten. Beobachten Sie den Hustenstoß und fragen Sie den Patienten, ob er beim Husten Schmerzen hatte.

  • Zeigen Sie dem Patienten Techniken, mit denen er die Bauchdecke (OP- Wunde) beim Husten stabilisieren kann, wie z.B. das Erzeugen eines Gegendrucks mit den Händen.


    Abb. 65: Abhusten - Druck auf die OP-Wunde © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Üben Sie das Abhusten mit dem Patienten. Zweckmäßigerweise sitzt der Patient auf einem Stuhl, auf der Bettkante oder aufrecht im Bett. Der Patient soll durch die Nase einatmen und in kurzen kräftigen Stößen husten. Das abgehustete Sekret soll er ausspucken und nicht hinunterschlucken.

  • Besprechen Sie die obengenannten Probleme mit dem Patienten und suchen Sie nach Lösungen.

Zu viel des Guten


Sehr häufiges kräftiges Husten ist nicht das, was Sie erreichen wollen, sondern effektives Husten. Hustet der Patient sehr häufig und dazu noch kräftig, so ermüdet ihn das, gegebenenfalls bekommt er Luftnot, und es kann zu Schleimhautverletzungen kommen. Bemerken Sie das bei einem Ihrer Patienten, so fordern Sie ihn auf, eher zu „hüsteln“ und nur dann kräftig zu husten, wenn er das Gefühl hat, Schleim abhusten zu können.



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