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Einführung - Ernährungsrisiken, Screening und Assessment der Ernährungssituation
Ziele des Kurses
Ernährung - Kostproben
Mangelernährung, Unterernährung, Fehlernährung
Erfassung der Ernährungssituation aus pflegerischer Sicht
Krankheits-, therapie- und altersbedingte Risiken für eine Mangelernährung
Psycho-soziale Ernährungsrisiken
Umgebungsbedingte Ernährungsrisiken
Spezielle Risiken für Mangelernährung in der ambulanten Pflege
Spezielle Risiken der Mangelernährung in der stationären Altenhilfe
Spezielle Risiken der Mangelernährung im Krankenhaus
Screening und Assessment- instrumente
Screening der Ernährungssituation - MNA ® SF
Assessment der Ernährungssituation - MNA®
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Fachbegriffe einfach erklärt
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Psycho-soziale Ernährungsrisiken


Neben den eher auf die körperliche Situation bezogenen Risiken für die Ernährung lassen sich einige eher die Psyche bzw. die soziale Situation betreffende Ernährungsrisiken identifizieren.


  • Depression

    Eine Depression kann sich in sehr unterschiedlicher Weise auf das Essverhalten auswirken. Denken Sie z.B. an die Antriebsschwäche und welchen Aufwand es bedeutet, einzukaufen, zu kochen, zu Tisch zu gehen oder zu essen. Ebenfalls ist es möglich, dass im Rahmen der Depression das Essen geradezu verweigert wird.

  • Einsamkeit, Isolation, fehlendes soziales Netz

    Essen ist mehr als die Aufnahme von Nährstoffen. Es hat einen wichtigen sozialen und kommunikativen Charakter. Stirbt z.B. ein Partner, mit dem man über Jahrzehnte nicht nur das Bett, sondern auch den Tisch geteilt hat, dann kann der Verlust der Tischgemeinschaft sich negativ auf die Nahrungsaufnahme auswirken. Allein zu essen ist eher „freudlos”.

  • Ungünstige Ernährungsgewohnheiten und -vorlieben

    Die einseitige und unausgewogene Ernährung ist eher bekannt als Ursache für Übergewicht (Fast Food + Cola + Chips). Doch diese Art der Ernährung kann auch nährstoffarm sein und einen Gewichtsverlust zur Folge haben.

  • Mangelndes Wissen über gesunde Ernährung

    Im Normalfall ist davon auszugehen, dass ein Erwachsener über ein Grundwissen in Bezug auf gesunde und ausreichende Ernährung verfügt. Doch kann dieses Wissen im Alter z.B. aufgrund kognitiver Einschränkungen verloren gehen. Selbst zubereitete Gerichte sind dann nicht nur weniger schmackhaft, weil z.B. das Salz vergessen wurde, sie sind eventuell auch schlechter verdaulich („Kartoffeln al dente”). Der Grund ist, dass die Fähigkeit des Kochens verloren gegangen ist.

  • Finanzielle Not oder Armut

    Altersarmut und finanzielle Not sind ein Problem mit - leider - erheblichem Wachstumspotenzial. Fehlt das Geld, so wird häufig am Essen gespart. Ein Blick in den Kühlschrank kann für Angehörige, für den Pflegedienst oder wohlmeinende Freunde ein wahrer Augenöffner sein. Oft werden diese Probleme aus Scham verschwiegen oder gar nicht vom Betroffenen realisiert.


    Abb. 5: Ernährungsrisiko Armut, www.istockphoto.com, Empty fridge interior, frontal view, Dateinr.: 13945225 © Mario Savoia

    Ich persönlich befürchte, dass sich das Problem der finanziellen Not im Alter in Zukunft erheblich verstärken wird.

  • Angst vor Allergien und Unverträglichkeiten

    Jeder kennt die Situation, sich an einer bestimmten Mahlzeit, an einem bestimmten Nahrungsmittel einmal den Magen verdorben zu haben. In der Regel meidet man dieses Nahrungsmittel dann für einige Zeit oder ganz. Das ist normal.

    Eine andere Art von Unverträglichkeit sind sicher Verdauungsstörungen, die sich im Sinne einer Verstopfung oder von Durchfällen äußern. Man verträgt etwas nicht.

    Manche Nahrungsmittel sind allergieträchtig, wie z.B. frische Erdbeeren oder Nüsse.

    Das Vermeiden von Nahrungsmitteln aus den obengenannten Gründen ist auf eine Art ganz normal und richtig. Wird es jedoch übertrieben, könnte es ja sein, dass man irgendetwas nicht verträgt, und so kann eine Fehl- oder Mangelernährung die Folge sein.

  • Die Angst, Speisegebote zu übertreten, weil die Zusammensetzung der Speisen nicht bekannt ist

    An erster Stelle denkt man hier an Menschen mit moslemischen Glauben, die kein Schweinefleisch essen und auf Alkohol verzichten. Es gibt jedoch noch eine andere Art von Speisegeboten bzw. -verboten.

    An erster Stelle steht da meiner Ansicht nach die Zuckerkrankheit.

    Nicht wenige Menschen vertragen bestimmte Nährstoffe nicht oder nur schlecht. Denken Sie z.B. an eine Fruktose-Intoleranz. Auch hier kann es zur Ablehnung bestimmter Speisen kommen, weil sie unverträgliche Nährstoffe enthalten könnten. Ärztliche Speisegebote, z.B. bestimmte Fette zu vermeiden, können den gleichen Effekt zur Folge haben.

  • Angst vor Vergiftung (Paranoia)

    Bereiten Sie nach mehreren Jahren mal wieder eine Mahlzeit mit selbstgesammelten Pilzen zu, dann ist Ihnen wahrscheinlich etwas mulmig beim Verzehr.


    Abb. 6: Ernährungsrisiko - Angst vor Vergiftung, www.istockphoto.com, set of toadstools, Dateinr.: 12511413 © Alexander Potapov

    Fast jeder, der ältere Menschen gepflegt hat, ist schon auf solche getroffen, die Angst hatten, vergiftet zu werden. Man mag es für absurd halten, doch für die Betroffenen ist die Angst normal.

  • Schlankheitswahn

    In jungen Jahren mag dieser Aspekt eine größere Rolle spielen, im Alter dürfte der Schlankheitswahn jedoch allgemein seltener anzutreffen sein.

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