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Einführung: Gesundheitspflege - Prävention im Berufsalltag
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Präventionsmaßnahmen


Betrachten Sie die möglichen Übertragungsarten, so lassen sich grundsätzliche Maßnahmen ableiten, die nicht nur auf das zuvor genannte Beispiel zutreffen:


Sich mit dem Krankheitsbild des Patienten vertraut machen. Ist man über die mögliche Gefahr informiert, kann man sich besser davor schützen.


Abb. 4: Krankenakte, www.istockphoto.com, Discussing medical record, Dateinr.: 2588822, © ericsphotography


Tragen von Schutzkleidung:


Dazu zählen Schutzkittel, Handschuhe, Mund- und Nasenschutz, Haarschutz, Schuhe/ Schuhüberzieher und der Augenschutz.


  • Schutzkittel: Das Tragen von Schutzkitteln ist notwendig, wenn die Gefahr von direkter Verschmutzung oder Kontamination mit erregerhaltigem Material und/ oder direkter Durchfeuchtung besteht.
  • Handschuhe: Handschuhe sind notwendig bei Kontaminations- und Verschmutzungsgefahr sowie bei Kontakt mit reizenden Stoffen. Wichtig ist darauf zu achten, dass die richtigen Handschuhe bezüglich Größe, Dicke, Reißfestigkeit und Material getragen werden.
  • Mund- und Nasenschutz: Das Tragen von Mund- und Nasenschutz ist notwendig, wenn Gefahr von Verspritzungen oder Aerosolbildungen besteht oder bei Krankheiten, die über die Luft übertragbar sind. 
  • Haarschutz: Notwendig ist das Tragen von Haarschutz bei Gefahr von Verspritzungen mit erregerhaltigem Material. 
  • Schuhe/ Schuhüberzieher: Bei Gefahr von Durchfeuchtung mit erregerhaltigem Material müssen Schutzschuhe getragen werden.  
  • Augenschutz: Ein Augenschutz ist erforderlich, wenn mit Verspritzungen und/ oder Aerosolbildung zu rechnen ist.

Kein Recapping: Die sogenannten Nadelstichverletzungen zählen zu den häufigsten Verletzungen bei den Gesundheitsfachberufen. Sie entstehen meistens, indem nicht, wie vorgeschrieben, die benutzte Kanüle in den Kanülenentsorgungsbehälter, sondern zurück in die Kappe gesteckt wird (recapping). Selbst wenn kein Blut aus der Einstichstelle tritt, kann es zu einer Infektion kommen. Deshalb sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. 



Abb. 5: Butterfly mit Blut, www.istockphoto.com, Butterfly-Needle with blood, Dateinr.: 11980367, © t.light


Regelmäßige Desinfektion: Dies dient sowohl zum Eigenschutz als auch zum Schutz für andere. Wichtig ist, dass bei einer bestehenden Infektionskrankheit das richtige Desinfektionsmittel verwendet wird. Auf den Desinfektionsmitteln ist das Wirkungsspektrum grundsätzlich vermerkt. Zusätzlich sollte es in jeder Einrichtung einen Hygieneplan geben, und bei Unklarheiten sollte man sich an das hygienebeauftragte Personal wenden.


Impfungen: Impfungen sind zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, werden aber generell empfohlen. Da man im Pflegeberuf einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt ist, sollte man eingehend mit dem Betriebsarzt oder auch Hausarzt über Gefahren und Möglichkeiten sprechen. Wichtige Impfungen stellen in dem Zusammenhang die Impfungen gegen Hepatitis A und B dar. 


Richtige Entsorgung von kontaminiertem Material: Jeder Betrieb, der dem Gesundheitswesen angehört, ist an spezielle Vorschriften gebunden, die sowohl die Abfallentsorgung als auch die Wäscheversorgung umfassen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Abfälle in den Gruppen A bis E unterteilt werden:



Abb. 6: So nicht!, www.istockphoto.com, Garbage bin, Dateinr.: 12056133, © Carmen Martínez Banús


  • Gruppe A: Hierbei handelt es sich um Hausmüll bzw. ähnliche Stoffe. Aus umwelthygienischer und infektionspräventiver Sicht bestehen hierbei keine besonderen Anforderungen.
  • Gruppe B: Hierbei handelt es sich um Müll, der mit Ausscheidungen kontaminiert ist. Im Krankenhaus selbst müssen diese besonders geschützt, gesammelt und transportiert werden. Außerhalb des Krankenhauses werden sie normal entsorgt.
  • Gruppe C: Bei den Abfällen der Gruppe C handelt es sich z.B. um erregerhaltiges Material und Laborabfälle. Der Müll muss aus infektionspräventiver Sicht innerhalb und außerhalb der Einrichtung getrennt entsorgt werden. Sollte der Müll allerdings vorher desinfiziert werden, kann er der Gruppe A zugeordnet werden.
  • Gruppe D: Hierzu gehören z.B. Chemikalienreste und Reste von pharmazeutischen Mitteln. Diese müssen aus umwelthygienischer Sicht sonderentsorgt werden.
  • Gruppe E: Hierbei handelt es sich um Körperteile und Organabfälle. Diese müssen aus ethischen Gründen sonderentsorgt werden.

Isolierung von Patienten mit Infektionskrankheiten: Bei bestimmten Infektionskrankheiten ist eine Isolierung, also eine Trennung des Betroffenen von anderen, unumgänglich. Grundsätzlich lässt sich die Standardisolierung von der Umkehrisolierung unterscheiden:


  • Standardisolierung: Ziel ist die Verhinderung der Ausbreitung der Erreger. Je nach Infektionsart sind verschiedene Maßnahmen notwendig, z.B. das Tragen von Mundschutz, Haube usw.
  • Umkehrisolierung/ Schutzisolierung: Dient zum Schutz des Patienten. Hierbei handelt es sich um einen besonders infektionsanfälligen Menschen, der vor potenziellen Erregern geschützt werden muss.

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