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Einführung: Atmung, Atemübungen, Einreibungen, Dehnlagerung, Lagerungsdrainagen, Inhalation.
Ziele des Kurses
Ziele der Pneumonie- und Atelektasenprophylaxe
Atemübungen und Atemgymnastik
Spielerische Atemübungen
Kontaktatmung
Ausatmen gegen einen Widerstand, Lippenbremse
Atemstimulierende Einreibungen
Atemerleichternde Haltungen
Konventionelle Lagerung bei Störungen der Atmung
Drehdehnlagerungen und Halbmondlagerung
V-Lagerung, T-Lagerung, A-Lagerung, I-Lagerung
Einfache sekretlösende Maßnahmen - Perkussion und Vibration
Kältereizfördernde Einreibungen, Einreibungen mit ätherischen Ölen
Lagerungsdrainagen
Richtig abhusten
Luftbefeuchtung und Inhalation
Zusammenfassung
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
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Luftbefeuchtung und Inhalation


Trockene Luft oder Heizungsluft wird von vielen Menschen als unangenehm und reizend für die Atmung empfunden. Beim Gesunden, der durch die Nase einatmet und auf diesem Wege die Atemluft anfeuchtet und erwärmt, dürfte „trockene“ Luft kaum zu Problemen führen. Anders ist das jedoch, wenn die Atmung gestört ist, wenn mehr durch den Mund als durch die Nase eingeatmet wird oder Fieber zu einem Flüssigkeitsmangel geführt hat und dadurch Schleimhäute eingetrocknet sind. Bei bettlägerigen Patienten, die ausschließlich durch den Mund atmen, ist die Mundschleimhaut trocken, bei mangelnder Mundpflege borkig belegt.

Als Pflegekraft können Sie ein angenehmes Raumklima im Krankenzimmer fördern. Einfachste Maßnahme ist regelmäßiges Stoßlüften, also das Fenster wenige Minuten weit öffnen. Achten Sie darauf, dass der Patient oder Bewohner dabei weder im Durchzug sitzt, noch dass er friert. Sie sollten ein Fenster nicht längere Zeit „auf Kipp“ stellen. Gerade in der kalten Jahreszeit kühlt das Zimmer aus, außerdem besteht viel öfter Durchzugsgefahr. Die Raumtemperatur sollte tagsüber bei ca. 21 °C und nachts etwas darunter bei ca. 18 °C liegen.


Die Atemluft direkt anzufeuchten ist eine Möglichkeit, zähen Schleim zu verflüssigen und so das Abhusten zu erleichtern. Hierbei stehen Ihnen je nach Ausstattung Ihrer Einrichtung unterschiedliche Methoden zur Verfügung.


Wasserdampfbad



Abb. 66: Wasserdampfbad, www.istockphoto.com, Steam inhalation, Dateinr. 9873140 © craftvision

Das Wasser- oder Kopfdampfbad ist etwas für den häuslichen Bereich. Benötigt werden eine Schüssel heißes Wasser (nicht kochendes Wasser!) und ein Handtuch. Das Wasser wird in die Schüssel gegeben, und der Erkrankte beugt sich über die Schüssel und legt dabei ein Handtuch über den Kopf und teilweise über die Schüssel. Es können zusätzlich einige Tropfen eines ätherischen Öls in das Wasser gegeben werden, sofern dies vom Patienten vertragen wird. Über fünf bis zehn Minuten wird der Dampf eingeatmet, danach wird das Gesicht kühl abgewaschen und abgetrocknet.

Im häuslichen Umfeld kann man sich mit dieser Methode durchaus helfen, der Dampf selbst gelangt jedoch nicht in die wirklich tief gelegenen Atemwege.

Doch bei der Anwendung dieses Hausmittels müssen Sie vorsichtig sein. Der Patient/ Angehörige muss wach und orientiert sein. Mit einem Handstreich kann die Schüssel vom Tisch geschlagen werden und bei heißem Wasser zu Verbrühungen führen, es tut jedoch zumindest weh. Geht es dem Patienten allgemein nicht gut, so lassen Sie ihn nicht allein. Kinder lassen Sie ohnehin während des Wasserdampfbades nicht allein.


Dampfinhalationsgerät



Abb. 67: Dampfinhalationsgerät, mit freundlicher Unterstützung von www.fahl.de  © Andreas Fahl Medizintechnik-Vertrieb GmbH

Bei einem Dampfinhalationsgerät wird Wasser bis zum Siedepunkt erhitzt, so dass Dampf entsteht. Dieser Dampf kann dann vom Patienten eingeatmet werden. Vorteil dieser Geräte ist, dass sie sicherer sind als eine Schüssel mit heißem Wasser und deutlich zuverlässiger arbeiten. Außerdem wird das Gesicht des Patienten nicht der starken Hitze des Dampfes ausgesetzt.


Druckluftaerosole



Abb. 68: Aerosolzerstäuber, mit freundlicher Unterstützung von www.fahl.de © Andreas Fahl Medizintechnik-Vertrieb GmbH

Bei diesen Geräten wird Wasser oder eine spezielle Inhalationslösung mit Luft aufgewirbelt und dadurch fein zerstäubt. Diese feinen Tröpfchen können dann über ein Mundstück oder eine Maske eingeatmet werden. Die Tröpfchen sind so fein, dass sie bis in die Alveolen vordringen können.


Ultraschallvernebler



Abb. 69: Ultraschallvernebler, mit freundlicher Unterstützung von www.fahl.de  © Andreas Fahl Medizintechnik-Vertrieb GmbH

Auch bei einem Ultraschallvernebler entsteht ein sehr feiner Nebel. Doch anders als bei einem Dampfinhalationsgerät oder einem Aerosolzerstäuber ist einem nicht klar, wie diese feinen Tröpfchen überhaupt entstehen.



Abb. 70: Wasser in Schwingung © Andreas Heimann-Heinevetter

Beim Ultraschallvernebler wird Wasser durch den Ultraschall derart in Schwingung versetzt, dass sich an der Oberfläche feine Tröpfchen lösen.

In der Abbildung oben werden Sie, so sehr Sie auch hinschauen, keine Tropfen sehen, denn es ist kein Ultraschall, der das Wasser im Glas zum Schwingen bringt, sondern die Waschmaschine beim Schleudern. Doch ich denke, das Prinzip wird dadurch klarer.


Dosieraerosole (Treibgasaerosole)



Abb. 71: Dosieraerosol, Treibgasaerosol, www.istockphoto.com, Asthma inhaler, Dateinr. 4189534 © sumnersgraphicsinc

Ein Treibgas- oder Dosieraerosol verwendet man zur Verabreichung von fein zerstäubten Medikamenten über die Lunge. Wichtiger Aspekt ist hierbei, dass der Patient pro Sprühstoß nur eine festgelegte Menge des Medikaments erhält. Die Medikamente werden so fein zerstäubt, dass sie bis in die Alveolen vordringen und dort resorbiert werden können.

Das Anfeuchten des Bronchialschleims spielt bei Dosieraerosolen keine Rolle, jedoch erleichtern sie das Abhusten, weil der Wirkstoff häufig zu einer Erweiterung der Bronchien oder Schleimhautabschwellung führt.


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Identnummer: 20091216

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