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Einführung - Ernährungsrisiken, Screening und Assessment der Ernährungssituation
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Ernährung - Kostproben
Mangelernährung, Unterernährung, Fehlernährung
Erfassung der Ernährungssituation aus pflegerischer Sicht
Krankheits-, therapie- und altersbedingte Risiken für eine Mangelernährung
Psycho-soziale Ernährungsrisiken
Umgebungsbedingte Ernährungsrisiken
Spezielle Risiken für Mangelernährung in der ambulanten Pflege
Spezielle Risiken der Mangelernährung in der stationären Altenhilfe
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Assessment der Ernährungssituation - MNA®
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Krankheits-, therapie- und altersbedingte Risiken für eine Mangelernährung


  • Akute oder chronische Erkrankungen, Multimorbidität

    Eine akute oder chronische Erkrankung bringt natürlich ein Ernährungsrisiko mit sich. Es muss nicht die große schwere Erkrankung sein.

    Eine „Grippe“ reicht aus, und Ihre Kollegen sagen, „Du siehst aber schlecht aus.” Sind Sie etwas länger erkrankt, hatten also eine echte Grippe und kommen danach wieder zum Dienst, sagt man Ihnen nach, „dünn” geworden zu sein.

    Selbstverständlich führen schwerere und chronische Erkrankungen meist zu einer stärkeren Beeinträchtigung des Körpergewichts als eine Grippe.

    Multimorbidität. Es ist nachvollziehbar, dass mehrere und vor allen chronische Erkrankungen das Risiko der Mangelernährung erheblich vergrößern.

  • Auswirkungen von Krankheit oder Behandlung (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen)

    Denken Sie z.B. an eine Tumorerkrankung und an die entsprechende Behandlung oder an Verdauungsstörungen nach Darmoperationen. Nicht jede Untersuchung ist schmerzfrei, nach Operationen treten Schmerzen auf.

  • Unerwünschte Effekte einzelner oder mehrerer Medikamente

    Die möglichen Medikamentennebenwirkungen bezüglich des Magen-Darm-Trakts sind vielfältig, wie z.B. Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung. Medikamente verursachen jedoch auch Müdigkeit oder Appetitlosigkeit.

    Bei der Menge an Medikamenten, die einige alte Menschen einnehmen müssen, hat der Ausdruck „der Patient ist schon satt von den Medikamenten“ eine seltsame Realitätsnähe.

  • Erhöhter Energie-, Nährstoff- oder Flüssigkeitsbedarf

    Auf einen erhöhten Energiebedarf treffen Sie unter anderem bei Fieber, Schilddrüsenüberfunktion oder verstärktem Bewegungsdrang.

    Ein erhöhter Nährstoffbedarf ist bei Tumorerkrankungen, aber auch in der Erholungsphase nach schweren Erkrankungen anzutreffen.

    Offene Wunden haben einen erhöhten Nährstoff- und Flüssigkeitsbedarf zur Folge.

    Sommer und Bewegung = erhöhter Flüssigkeitsbedarf.

  • Kognitive Beeinträchtigungen, z.B. Demenz

    Die Demenz ist das Paradebeispiel für kognitive Beeinträchtigungen, doch gibt es eine große Anzahl anderer Ursachen für schwere kognitive Beeinträchtigungen. Denken Sie an einen Schlaganfall mit Sprachstörungen, an den Zustand nach Wiederbelebung mit entsprechenden Beeinträchtigungen des Gedächtnisses oder an den geistigen Verfall, der durch langjährigen Alkoholmissbrauch verursacht wird.

  • Körperliche Beeinträchtigungen

    Ich denke dabei zuerst immer an die alte Langnese-Werbung: beide Arme in Gips (Thorax-Abduktionsgips beidseits). Doch gemeint sind eher andere körperliche Beeinträchtigungen wie Funktions- und Mobilitätseinschränkungen und Immobilität.

    Im häuslichen Umfeld kann das z.B. dazu führen, dass nicht ausreichend eingekauft und gekocht werden kann.

    In Versorgungseinrichtungen passiert es, dass das Essen zwar auf dem Tisch oder dem Nachtschränkchen steht, der Bewohner es jedoch aufgrund seiner Mobilitätseinschränkung nicht erreicht. Und jeder von Ihnen weiß, dies sind keine Gruselgeschichten, die man alten Menschen zum Schaudern erzählt.

    Amputationen stellen ebenfalls eine starke körperliche Beeinträchtigung dar. Hierbei müssen nicht zwangsläufig ein ganzer Arm oder ein Bein verloren gegangen sein. Der Verlust des Daumens stellt Sie beim Greifen vor erhebliche Probleme. Versuchen Sie beispielsweise mal, ein Glas ohne Hilfe des Daumens zu greifen.


    Abb. 4: Körperliche Beeinträchtigungen - Greifen © Andreas Heimann-Heinevetter


    Ein Tremor, also das Zittern der Hände, kann das Essen ganz erheblich erschweren.

  • Verminderte oder eingeschränkte Sinneswahrnehmung

    Sehbeeinträchtigungen: Der Patient kann das Geschirr oder das Essen nicht erkennen. Wird ein Trinkbecher innerhalb kurzer Zeit dreimal versehentlich umgestoßen, dann wird in der Regel nicht mehr getrunken.

    Eingeschränkter Tastsinn: Der Patient kann ein Trinkgefäß nur schlecht halten. Oder stellen Sie sich vor, Sie leiden unter einem Taubheitsgefühl an den Lippen. Wenn Sie dann etwas trinken, rinnt die Flüssigkeit aus Ihrem Mund, ohne dass Sie es wollen. Der klassische Selbstversuch in diesem Zusammenhang ist die Lokalanästhesie beim Zahnarzt.

    Geruchssinn: Das Essen schmeckt „fad”, als wenn Sie Schnupfen hätten. Deshalb macht es wenig Spaß, zu essen.

    Geschmackssinn: Das Essen schmeckt noch fader.

    Eingeschränktes Gehör: Da fällt mir kein schönes Beispiel ein, Ihnen?

  • Schluckstörungen, Probleme im Mund- und Rachenraum

    Schluckstörungen: Leichte Schluckstörungen kennen Sie aus eigener Erfahrung, gemeint sind Halsschmerzen. Das Schlucken ist schmerzhaft, entsprechend verzehren Sie weniger.

    Deutlich einschränkender und gefährlicher sind die Schluckstörungen, die als Folge eines Schlaganfalls auftreten können. Es kann sich nur um eine leichte Neigung zum Verschlucken handeln, jedoch ebenso um den kompletten Verlust der Fähigkeit, zu schlucken.

    Schlechter Zahnstatus: Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Patient übel ausschauende Zahnruinen im Mund hat. Schlechter Zahnstatus bedeutet vielmehr, dass die Zähne ihre normale Funktion, also das Zerkleinern der Nahrung, nicht mehr erfüllen können.

    Empfindliche Zähne: Das kennen viele aus eigener Erfahrung (oder aus der Fernsehwerbung): empfindliche Zähne gegenüber Kälte oder Hitze. Wenn das Essen und Trinken mit Schmerzen verbunden ist, dann wird weniger gegessen.

    Schmerzende Zähne bei Belastung: Zahnschmerzen, wenn ungünstig auf einen Zahn oder eine Füllung gebissen wird.

    Eingeschränkte Kauleistung aufgrund fehlender Zähne: In der Folge können bestimmte Nahrungsmittel nur noch unzureichend gekaut und damit verzehrt werden. Werden Nahrungsmittel schlecht gekaut, ist das Schlucken schwieriger.

    Schlecht sitzende Zahnprothesen: Sitzen Zahnprothesen schlecht, so ist das für den Betroffenen nicht nur peinlich, sondern die Kauleistung ist eingeschränkt. Außerdem können Teile der Nahrung unter die Zahnprothese geraten, und das ist schmerzhaft.

    Schlecht sitzende (oder fehlende Zahnprothesen) weisen nicht selten auf eine angespannte finanzielle Situation des Patienten hin. Es fehlt nicht nur das Geld, eine Zahnprothese anpassen zu lassen, es fehlt sogar das Geld, Haftcreme zu kaufen.

  • Appetitlosigkeit

    Die Ursachen hierfür können sehr unterschiedlich sein. Angefangen damit, dass einem „etwas auf den Magen geschlagen ist”, über Medikamentennebenwirkungen, leichten oder schweren Erkrankungen bis hin zu seelischen Beeinträchtigungen wie einer Depression.

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