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Einführung: Gesundheitspflege - Psychische Erkrankungen und deren Prävention (Depression, Burnout, Mobbing)
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Burnout


Der Begriff Burnout stammt aus dem Englischen von „burn out“ und bedeutet „ausbrennen“. Gemeint ist eine berufsbezogene chronische Erschöpfung, die mit körperlichen und psychischen Symptomen einhergeht. Das Burnout wird auch als Erschöpfungssyndrom bezeichnet.


Ein Beispiel vorweg:


Eine junge, frisch examinierte Krankenschwester bekommt eine Anstellung auf einer onkologischen Station. Die schlechte personelle Besetzung ist offensichtlich, und das Arbeitsaufkommen ist hoch. Zunächst wird sie versuchen, sich gegenüber ihren Arbeitgebern als gute Arbeitskraft zu beweisen. Die Konfrontation mit den Schwerstkranken, die von ihr abhängig sind, wird Mitleid bei ihr erregen und ihre Motivation, diesen Patienten zu helfen, steigern. Zunächst führt dies zu Überstunden, später weitet sich das Ganze so aus, dass ihr Privatleben darunter leidet. Trotz körperlicher Erschöpfung hört sie nicht die Warnsymptome ihres Körpers, die ihr signalisieren, sie solle eine Pause machen. Auch die auftretenden Konflikte mit ihrem Partner schiebt sie beiseite. Ihr Beruf tritt für sie in den Vordergrund. Doch ihre ganze Aufopferung führt nicht zur Anerkennung bei ihren Kollegen und Vorgesetzten, und sie kann auch die Patienten nicht von ihrem Leid befreien. Ihr wird klar, dass auch sie machtlos gegen die Natur ist und für ihre Vorgesetzten nur eine Angestellte von vielen ist. Sie fängt an, sich zurückzuziehen, verfällt in quälende Gedanken und Einsamkeit, zweifelt an sich selbst und dem, was sie tut. Sie fühlt sich leer und ausgelaugt, verfällt in Depression, und es kommt zur völligen Burnout-Erschöpfung.


Die Geschichte dieser Krankenschwester kommt vielen sicher bekannt vor. Ist man selbst nicht betroffen, so hat man doch zumindest schon Arbeitskollegen bemerkt, auf die dieses Beispiel teilweise oder auch ganz zutrifft. Studien haben ergeben, dass Burnout besonders in helfenden Berufen auftritt.


Die Ursachen von Burnout im Pflegeberuf können sein:


  • Unrealistische Vorstellungen über den Beruf der Pflegekraft, wodurch Demotivation und Unzufriedenheit auftreten.
  • Hohe Arbeitsbelastungen
  • Personalmangel 
  • Arbeiten im Schichtsystem: Durch ständig wechselnde Dienste kann der Körper sich nicht in einen Rhythmus einfinden, das kann zu Schlafstörungen und zur Erschöpfung führen.
  • Umgang mit dem Leiden und dem Tod.
  • Schwere Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben. 
  • Probleme auf der Arbeit, wie z.B. ein schlechtes Betriebsklima.
  • Zu hohe Leistungsanforderungen an sich selbst.

Eine allgemeingültige Unterteilung für das Burnout-Syndrom gibt es nicht. In der Regel beginnt der Verlauf mit einem hohen Engagement über Frustration bis hin zur Gleichgültigkeit. Da der Begriff Burnout erstmals Anfang der 1970er Jahre vom Psychoanalytiker H. Freudenberger gebraucht wurde, greife ich u.a. auf seine Unterteilung zurück.


Das Burnout-Syndrom wurde durch Freudenberger und North in zwölf Stadien unterteilt:


Stadium 1 : Der Zwang, sich zu beweisen
Stadium 2 : Verstärkter Einsatz
Stadium 3 : Subtile Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
Stadium 4 : Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen
Stadium 5 : Umdeutung von Werten
Stadium 6 : Verstärkte Verleugnung der aufgetretenen Probleme
Stadium 7 : Rückzug
Stadium 8 : Beobachtbare Verhaltensänderungen
Stadium 9 : Depersonalisation/ Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit
Stadium 10: Innere Leere
Stadium 11: Depression
Stadium 12: Völlige Burnout-Erschöpfung


In der heutigen Zeit, in der die psychischen Erkrankungen aufgrund ständiger Belastungen in der Arbeitswelt und infolge hoher Anforderungen im Privatleben zunehmen, stellt sich die Frage, wie eine präventive Orientierung ausreichend umgesetzt werden kann. Wie kann ein Mensch, der unter hoher Arbeitsbelastung und privatem Stress steht, psychische Erkrankungen und belastende Zustände wie einem Burnout vorbeugen?


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