Startseite Nachrichten Lesezeichen Kommentare Logout
  Registrieren
Seiten der Lektion
Einführung: Atmung, Atemübungen, Einreibungen, Dehnlagerung, Lagerungsdrainagen, Inhalation.
Ziele des Kurses
Ziele der Pneumonie- und Atelektasenprophylaxe
Atemübungen und Atemgymnastik
Spielerische Atemübungen
Kontaktatmung
Ausatmen gegen einen Widerstand, Lippenbremse
Atemstimulierende Einreibungen
Atemerleichternde Haltungen
Konventionelle Lagerung bei Störungen der Atmung
Drehdehnlagerungen und Halbmondlagerung
V-Lagerung, T-Lagerung, A-Lagerung, I-Lagerung
Einfache sekretlösende Maßnahmen - Perkussion und Vibration
Kältereizfördernde Einreibungen, Einreibungen mit ätherischen Ölen
Lagerungsdrainagen
Richtig abhusten
Luftbefeuchtung und Inhalation
Zusammenfassung
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
Kontrollfragen zum Kurs (Im Demo deaktiviert)
Anzeigen
ALLE KURSE

Atemerleichternde Haltungen


Es gibt einige Körperhaltungen, die die Atmung erleichtern. Das Prinzip dabei ist immer das gleiche, es geht darum, den Schultergürtel zu entlasten. Einige dieser Stellungen werden Ihnen bekannt vorkommen. Sie haben sie schon einmal gesehen oder selbst eingenommen, z.B. beim Sport.


Sie sollten Ihre Bewohner/ Patienten mit den atemerleichternden Haltungen bekannt machen, bevor die Atemnot auftritt.


Kutschersitz


Abb. 22: Atemerleichternde Haltung - Kutschersitz © Andreas Heimann-Heinevetter

Der Kutschersitz ist der Klassiker aus jedem Krankenpflegelehrbuch. Durch das Aufstützen der Arme wird der Schultergürtel entlastet und dadurch ist die Atmung erleichtert. Wichtig hierbei: Der Rücken sollte gerade sein und der Bauch entspannt.


Bettsitz



Abb. 23: Atemerleichternde Haltung - Bettsitz © Andreas Heimann-Heinevetter

Diese Haltung haben Sie sicher schon einmal bei einem Patienten beobachtet, der sich wegen starker Atemnot auf die Bettkante gesetzt hat. Auch hier wird durch das Aufstützen der Hände mit gestreckten Armen der Schultergürtel entlastet und so die Atmung erleichtert. Diese Haltung nehmen Patienten natürlicherweise ein, ohne Schulung. Sehen Sie einen Bewohner oder Patienten so auf der Bettkante sitzen, ist das ein Hinweis auf eine mögliche Atemnot.


Schülersitz (Stuhllehensitz)



Abb. 24: Atemerleichternde Haltung - Schülersitz © Andreas Heimann-Heinevetter

Hier brauche ich Ihnen das Wirkprinzip nicht mehr näher zu erläutern. Die Frage ist, warum wird diese Haltung Schülersitz genannt? Hat das etwas mit dem Unterricht zu tun? Es gäbe mir sehr zu denken, wenn Sie jetzt so sitzen und mir den Rücken zuwenden würden! Im Übrigen halte ich diese Haltung für effektiver als den Kutschersitz.


Tischsitz



Abb. 25: Atemerleichternde Haltung - Tischsitz © Andreas Heimann-Heinevetter

Bei einem niedrigen Tisch und einem hoch sitzenden Patienten ist die Haltung ineffektiv, weil der Oberkörper zu sehr gekrümmt ist, eventuell müssen Sie ein Kissen auf den Tisch legen.


Paschasitz



Abb. 26: Atemerleichternde Haltung - Paschasitz © Andreas Heimann-Heinevetter

Diese Haltung ist im Grunde nur im häuslichen Bereich realisierbar, denn Sie benötigen einen Sessel. Durch die Kissen auf den Armlehnen kommt es zum Heben des Schultergürtels. Eine passende Situation ist für mich z.B. nach der morgendlichen Körperpflege mit begleitender Belastungsdyspnoe, eben wenn zu erwarten ist, dass die Luftnot nachlässt.


Verschränkte Hände hinter dem Kopf



Abb. 27: Atemerleichternde Haltung - Hände hinter dem Kopf © Andreas Heimann-Heinevetter

Bei dieser Haltung wird nicht nur der Schultergürtel angehoben, zusätzlich wird auch der Brustkorb gedehnt.

Nicht bei jeder atemerleichternden Haltung sitzt der Patient, je nach Situation steht er. Die nächste Haltung haben Sie sicher selbst schon einmal eingenommen.


Torwartstellung



Abb. 28: Atemerleichternde Haltung - Torwartstellung © Andreas Heimann-Heinevetter

Es ist die klassische Haltung des Sportlers nach dem 1000-Meter-Lauf oder des Fußballspielers bei der Spielunterbrechung. Bei Menschen mit krankheitsbedingter Atemnot hingegen ist mir diese Haltung noch nie aufgefallen.


Wandstellung



Abb. 29: Atemerleichternde Haltung - Wandstellung © Andreas Heimann-Heinevetter

Auch diese Stellung kenne ich eher als Reaktion nach körperlicher Anstrengung beim Gesunden. Das Wirkprinzip ist auch hier der entlastete Schultergürtel mit der dadurch erleichterten Atmung.


Tisch-, Stuhl- oder Rollatorstütze



Abb. 30: Atemerleichternde Haltung - Tisch-, Stuhl- oder Rollatorstütze © Andreas Heimann-Heinevetter

Diese Haltung wird von Patienten/ Bewohnern mit Atemnot relativ häufig bei leichter Atemnot eingenommen, z.B. vor dem Gang vom Tisch zum Bett. Das Abstützen auf den Handgriffen des Rollators ist auch eine typische Ruheposition bei mäßiger Luftnot während eines kurzen Weges.


Treppengeländer-Stellung



Abb. 31: Atemerleichternde Haltung – Treppengeländer-Stellung © Andreas Heimann-Heinevetter

Auch dies dürfte eher eine atemerleichternde Haltung sein, die Sie aus der privaten Anschauung kennen, z.B. bei einem älteren Nachbarn, der während des Treppensteigens innehalten muss, um wieder Luft zu bekommen.

Viele der atemerleichternden Haltungen kennt Ihr Patient, da er sie schon des Öfteren unwillkürlich bei Atemnot eingenommen hat. Trotzdem sollten Sie ihm die unterschiedlichen Haltungen vorstellen und üben lassen, so ist er für den Fall der Luftnot besser gerüstet.


Drucken und kopieren der Seite ist nur für registrierte Benutzer möglich!

Sind die Qualitätsmanagementbeauftragter oder verantwortlich für die Personalentwicklung in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung, lohnt sich die Umsetzung eines eigenen Lernmanagementsystems mit E-Learning Kursen


  Zur Anmeldung!


Mit Ihrer Anmeldung erhalten Sie Vollzugang zu allen 51 Kursen und den kommentierten 545 Kontrollfragen.

Für jeden erfolgreich bearbeiteten Kurs werden Fortbildungspunkte der "RbP – Registrierung beruflich Pflegender GmbH" ausgewiesen. Der 6-Monats-Zugang kostet einmalig 24,00 Euro (Pauschalbetrag), also umgerechnet 4,- € pro Monat!

Weitere Informationen zur Anmeldung!


Zurzeit finden Sie hier 51 Kurse zu folgenden Themen:

  • Grundlagen des Pflegeberufs (3 Kurse)
  • Organsysteme des Menschen (2 Kurse)
  • Grundlagen der Anatomie und Physiologie (5 Kurse)
  • Gesundheitspflege und Prävention (3 Kurse)
  • Ethik (1 Kurs)
  • Krankenbeobachtung Körpertemperatur (3 Kurse)
  • Krankenbeobachtung Puls (2 Kurse)
  • Krankenbeobachtung Blutdruck (4 Kurse)
  • Krankenbeobachtung Atmung (3 Kurse)
  • Pflege bei Störungen der Atmung (1 Kurs)
  • Notfall und Wiederbelebung (7 Kurse)
  • Das Ohr - Hören - Schwerhörigkeit (1 Kurs)
  • Nationale Expertenstandards - Einführung (1 Kurs)
  • Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege (1 Kurs)
  • Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege (7 Kurse)
  • Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege (1 Kurs)
  • Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege (2 Kurse)
  • Krankenbeobachtung Urinausscheidung (4 Kurse)

Zu allen 51 Kursen gibt es kostenlose Testzugänge

Sie enthalten rund 1/3 der Kursseiten im Volltext. Alle anderen Seiten werden teilweise dargestellt. Hierzu ist keine Anmeldung erforderlich! Testzugänge finden Sie hier.


Identnummer: 20091216

Sie möchten sich jetzt nicht anmelden? Kein Problem! Rufen Sie einfach weitere Testseiten dieses Kurses oder anderer Kurse auf.

Weitere kostenlose Informationen (Anschriften von Ausbildungsstätten, Prüfungsfragen, Facharbeiten sowie Informationen zur pflegerischen Aus- und Weiterbildung) finden Sie auf www.pflege-kurse.de

 

Druckvorschau

Zum Seitenanfang

 

 
Impressum
Copyright 2009 Andreas Heimann-Heinevetter