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Einleitung: Medizinische Ethik – was ist das?
Ziele des Kurses
Wann beginnt das Leben?
Geburtenkontrolle
Sterilisation
Insemination
Schwangerschafts-abbruch
Wann endet das menschliche Leben?
Sterbehilfe
Zusammenfassung
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
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Wann beginnt das Leben?


Ein evangelischer Pastor, ein katholischer Pfarrer und ein jüdischer Rabbi sitzen zusammen in einem Zugabteil. Der Pfarrer und der Pastor unterhalten sich darüber, wann das menschliche Leben eigentlich beginnt. „Natürlich schon bei der Befruchtung der Eizelle“, sagt der Katholik. „Nein, nein“, erwidert der Pastor, „das Leben beginnt erst mit der Geburt des Kindes.“ Der Rabbi schaut gelangweilt aus dem Fenster. „Was meinen Sie denn dazu?“, fragt der Pfarrer den jüdischen Geistlichen. Der Rabbi winkt gleichgültig mit der Hand ab. „Ja mei“, sagt er, „ das Leben beginnt, wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund tot ist!“


So lustig dieser kurze Witz auch ist – er beinhaltet eine zentrale ethische Frage: Wann beginnt das Leben? Für einige Biologen nimmt das Leben seinen Anfang, wenn Sperma und Eizelle sich gegenseitig befruchten. In diesem Moment paaren sich die von den Eltern geerbten Chromosomenanteile und bilden ein vollständiges genetisches Erbgut.

Andere behaupten, vom menschlichen Leben könne keine Rede sein, solange die sogenannte Einnistung nicht stattgefunden hat, also die Ernährungsbeziehung des befruchteten Produkts zur Mutter. Die Einnistung, das heißt die Befestigung an die Gebärmutterschleimhaut, dauert nach der Befruchtung fünf bis sechs Tage (die für die Migration des befruchteten Eis von den Eileitern zur Gebärmutterhöhle erforderliche Zeit).

Nun behaupten wieder andere Münder, dass die Einnistung des winzigen Embryos zwar eine notwendige Bedingung für die embryonale Entwicklung sei. Gleichwohl, so argumentieren die Biologen weiter, müsse noch die Zellteilung korrekt ablaufen und die Zelldifferenzierung stattfinden. Finden diese beiden Vorgänge auf fehlerhafte Weise statt, könnte das zu Missbildungen führen, so dass man schließlich nicht von einer menschlichen Existenz sprechen könne.

Und andere wiederum meinen: Solange das heranwachsende Lebewesen kein Nervensystem habe, das ihm ermöglicht, bewusst zu handeln und zu kommunizieren, könne man nicht von einem menschlichen Wesen sprechen. Das ist in diesem Zusammenhang m.E. die absurdeste Argumentation, denn biologisches Leben unterliegt nicht zwangsläufig neurologischen Kriterien.

Durch diese unterschiedlichen Standpunkte wird eines jedoch klar: Der Zeitpunkt, wann das menschliche Leben beginnt, wird durch die biomedizinischen Wissenschaften in Frage gestellt. Aber diese Frage stellt sich nicht nur die Biologie und Medizin, sondern natürlich auch die Philosophie. Für Thomas von Aquin (1224 – 1274) beispielsweise, der wichtigste Philosoph und Theologe des Mittelalters, beginnt das Leben in dem Augenblick, in dem die Seele in den Embryo eintritt - von da an ist der Mensch „beseelt“.

Heutzutage wird bereits von einer menschlichen Existenz gesprochen, wenn sich der Embryo noch im pränatalen Zustand befindet, also nach der Verschmelzung von Samen- und Eizelle. Ein Embryo entwickelt sich aus seiner eigenen genetischen Veranlagung autonom und kontinuierlich bis zu einem vollständigen menschlichen Wesen heraus. Zwischen der fünften und achten Schwangerschaftswoche beginnt beim Embryo die Gehirnbildung, ab der zwölften Woche reagiert er auf Reize, zeigt Stressreaktionen und reagiert auf angenehme und schmerzhafte Einwirkungen. Mit der 24. Schwangerschaftswoche ist die Verbindung zwischen Hirnrinde und den sensorischen Organen des Körpers ausgeprägt und somit ein Schmerzempfinden des pränatalen Lebens definitiv gegeben. Und jetzt kommt das entscheidende Argument: Infolge seines individuellen Daseins und seiner kontinuierlichen Entwicklung ist bereits das Leben im pränatalen Stadium des besonderen Schutzes würdig. Dieses Ethos hat sich das Embryonenschutzgesetz aus dem Jahr 1991 zu Eigen gemacht.


Unter dem Oberbegriff „Lebensbeginn“ lassen sich u.a. folgende Punkte subsumieren:


  • Geburtenkontrolle
  • Sterilisation
  • Insemination
  • Schwangerschaftsabbruch

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