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Einführung - Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege (Teil 1): Sturz ein gesellschaftliches Problem
Ziele des Kurses
Hinfallen, ausgerutscht, gestolpert, gestürzt
Epidemiologie: Wer stürzt wie oft mit welchen Folgen?
Erstversorgung bei einem Sturz
Körperliche Sturzfolgen
Psychische Sturzfolgen
Ökonomische Sturzfolgen
Bedeutung der Sturzrisikofaktoren
Zusammenfassung
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
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Psychische Sturzfolgen


Bevor Sie sich mit den im Expertenstandard geschilderten Fakten befassen, vergegenwärtigen Sie sich bitte Ihre letzten Erinnerungen an Stürze Ihrer Patienten. Was war passiert? Welche Folgen hatten die Stürze für den Patienten oder Bewohner? Wie haben Sie sich gefühlt?

Ich erzähle mal ein wenig davon, wie sich das bei mir verhielt. Also wie es sich anfühlte, wenn ein Patient aus dem Bett gefallen oder ein Bewohner gestürzt war.

Auf der Intensivstation passierte es selten, dass ein Patient stürzte. Wenn doch, dann war es meist der Sturz aus dem Bett ... „der dumpfe Knall", und binnen weniger Sekunden „stürzte" man selbst in Richtung des entsprechenden Intensivzimmers. Tagsüber passierten sehr, sehr wenige Stürze, nachts nur sehr wenige.

Das Positive an der Situation auf Intensiv war, dass augenblicklich eine ausreichende Zahl an Helfern vor Ort war und ein Sturz (aus dem Bett oder Sessel) sich spätestens nach einer Minute in kompetenter „Behandlung" befand. War es einer der „eigenen" Patienten (wir hatten Zimmerpflege), so hatte man ein schlechtes Gewissen und fühlte sich verantwortlich für den Sturz.

Auch ein auf den ersten Hinblick folgenloser Sturz war also nicht folgenlos.

War ein Patient gestürzt, hatte ich immer ein schlechtes Gewissen. Nicht nur gegenüber dem Patienten. Ein nicht zu unterschätzender Punkt war in diesem Zusammenhang die Übergabe. Da sagte man dann: „Herr/Frau XY ist aus dem Bett gefallen, gestürzt." Die Übersetzung lautete: „Ich habe nicht aufgepasst."

Wie hätten Sie das empfunden?


Was hinzukam, insbesondere wenn der Sturz nicht glimpflich abgelaufen war, waren die möglichen Sturzfolgen im Sinne einer juristischen Verantwortung. War das Bettgitter oben? Durfte ich das Bettgitter hochstellen? Hat das hochgestellte Bettgitter die Sturzfolgen (Schenkelhals) begünstigt?

Ich kann Ihnen einen Rat geben! Wenn einer Ihrer Patienten stürzt, dokumentieren Sie alles ganz genau. Dokumentieren Sie, was passiert ist, wie die Umgebungsbedingungen waren, z.B. „desorientierter Patient", und warum Sie wie im Vorfeld gehandelt haben. Als Pflegekraft handeln Sie nicht nur in der Verantwortung, sondern weil Sie sich Gedanken machen, was richtig ist. Sie handeln „verantwortlich". Eine Entscheidung kann falsch sein (z.B. das Bettgitter hochzustellen oder nicht), im Ergebnis aber von der Einschätzung und Planung her vollkommen nachvollziehbar und richtig. Deshalb dokumentieren Sie nach einem Sturz, warum Sie wie gehandelt haben. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Gedanken darzustellen.

Übrigens, das, was ich als persönliche Erfahrung geschildert habe und was Sie als Pflegkraft wahrscheinlich bestätigen können, ist den Autoren des Expertenstandards ebenso einen Abschnitt wert.

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