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Einleitung: Medizinische Ethik – was ist das?
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Sterbehilfe
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Geburtenkontrolle


Bei der Geburtenkontrolle spielen Überlegungen wie Empfängnisverhütung, Empfängnisregelung und Familienplanung eine wichtige Rolle. In der theologisch-christlichen Tradition liegt der Sinn und Zweck der Sexualität darin, für die Nachkommenschaft zu sorgen. Unter mehr weltlichen Prämissen ist der Geschlechtsverkehr eher ein gegenseitiger Austausch körperlicher Liebe. Theologisch wird jedoch argumentiert, dass eine Geburtenkontrolle strikt abzulehnen sei, da Sexualität und Fruchtbarkeit untrennbar zusammengehörten, denn schließlich sei das eine von Gott manifestierte Einheit. Diese Auffassungsweise ist aber heute nicht mehr unbedingt einsichtig und gerät daher in den Fokus der Kritik, da sie eine Art göttliche und natürliche Ordnung voraussetzt, die mit der empirisch-biologischen Wirklichkeit nichts gemein habe. Die sich hieraus ergebende Problematik ist also eine Trennung zwischen Sexualität und Fruchtbarkeit. Und wenn man bedenkt, dass heutzutage eine Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern legitim ist, gewinnt diese Problematik aus ethischer Sicht bezüglich der Sexualität für die Kirche zunehmend an Brisanz. Allgemein gilt gleichwohl die Frage, ob es ethisch zu befürworten sei, mithilfe einer Geburtenkontrolle die natürliche Verwirklichung des Menschen zu unterlaufen. In diesem Kontext sind auch jene Einwände zu berücksichtigen, die behaupten, die Sexualität könne zu einer Art Konsumgut degenerieren, da sie durch eine Kontrolle der Fruchtbarkeit zu einer frei verfügbaren Quelle körperlicher Lust werde.


Eine weitere Frage ist, ob das Kinderbekommen Auswirkungen auf die persönliche Freiheit des Einzelnen oder auf die Partnerschaft hat. Die wichtigsten hierbei zu berücksichtigenden Punkte sind:


  • die ökonomische und berufliche Situation
  • die Ungebundenheit des jeweiligen Partners
  • das Verhältnis der Partner untereinander
  • die Reife der Partner
  • die Gesundheit der Partner

Dass die Partner für ihre eigene Freiheit und Entwicklung Selbstverantwortung zeigen, wird dadurch ersichtlich, ob sie sich für eine Empfängnisverhütung entscheiden oder nicht. Ein Kind zu bekommen kann jedoch nicht nur im Sinne einer Belastung für das einzelne oder für beide Elternteile verstanden werden, sondern ein Kind kann auch zur Förderung und Entwicklung der Eltern beitragen. Bei einer Geburtenkontrolle muss daher davon ausgegangen werden, dass Kinder nicht nur ein Nebenprodukt sexuellen Verhaltens sind. Kinder sind Menschen, die ein Recht auf die volle Zuwendung und Verantwortung der Eltern haben. Darüber müssen sich die potenziellen Eltern durchaus im Klaren sein, denn ansonsten könnten dem Kind seine psychosozialen Entwicklungschancen vorenthalten werden. Eine Geburtenkontrolle beinhaltet daher auch die Voraussetzung für verantwortlich handelnde Eltern.

Und hier ein weiterer wichtiger Punkt: Wie verhält es sich mit der Geburtenkontrolle beziehungsweise mit der Empfängnisverhütung bei behinderten Menschen? Hierzu ein persönliches Beispiel: Eine Kusine von mir ist seit ihrer Geburt spastisch gelähmt, hat aber vor mehr als 30 Jahren einen kerngesunden Jungen zur Welt gebracht. Unter ethischem Aspekt ließe sich einwenden, dass Behinderte keine angemessene Verantwortung für ihre Kinder tragen könnten, da sie mitunter mental, physisch, emotional oder pragmatisch eingeschränkt sind und daher nicht in der Lage seien, das eigene Kind den psychosozialen Bedingungen entsprechend zu erziehen. Bei meiner Kusine war das hinsichtlich des Erziehungsumfelds ihres Sohnes jedoch nicht der Fall. Gleichwohl gibt es immer wieder Fälle, bei denen eine Empfängnisverhütung durch Dritte auferlegt wird, das heißt durch die den Behinderten helfenden Personen. In diesem Fall müssen die pflegenden oder helfenden Personen eine uneigennützige Entscheidung treffen, die ausschließlich an den Interessen der ihnen anvertrauten Personen orientiert ist.


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