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Einführung: Körpertemperatur, Fieber - Temperaturregulation, Messmethoden, Hyperthermie
Ziele des Kurses
Mit Bekanntem beginnen - Temperaturregulation
Fieber - Verdacht
„Fieber messen” - Messen der Körpertemperatur
Temperaturmessung - Fieber - Einteilung
Begrifflichkeiten: Hypothermie, Hyperthermie, Hyperpyrexie, Fieber, Pyrogene
Zusammenfassung
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
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Hypothermie, Hyperthermie, Hyperpyrexie, Fieber, Pyrogene


Das wird jetzt mal eine kurze Seite. Hier nun die o.g. Begriffe, teilweise sind sie im Kurs schon aufgetaucht.


Es ist einfach sinnvoll, sie kurz im Zusammenhang zu betrachten.


Hypothermie bezeichnet eine Körpertemperatur unterhalb des Normalwertes. Ab einer Körperkerntemperatur unter 35,0° C spricht man von einer Unterkühlung.


Folgerichtig würde man sagen, eine Erhöhung der Körpertemperatur über den Normalwert ist dann eine Hyperthermie. Solange Sie die Ursache für die Erhöhung der Körperkerntemperatur nicht kennen, ist das richtig.


Ist die Ursache jedoch eine Erhöhung des Sollwerts im Wärmeregulationszentrum, spricht man von einer Hyperpyrexie, und dann, sofern die Körperkerntemperatur über 38,0° C liegt, von Fieber (Keine Sorge, gleich kommen noch zwei Beispiele, dann wird diese abstrakte Geschichte deutlicher).


Wie kommt es zu einer Erhöhung des Sollwerts im Wärmeregulationszentrum?


Dafür sind Pyrogene verantwortlich, Fieber erzeugende Stoffe, die zu einer Änderung des Sollwertes im Wärmeregulationszentrum führen.

Bakterien beispielsweise produzieren Giftstoffe (Toxine), die dann zu einer Erhöhung des Sollwerts im Wärmeregulationszentrum führen, also sind es Pyrogene. Ähnliches gilt für Viren und Pilze. Da diese Stoffe von außen kommen, nennt man sie exogene Pyrogene.

Werden Eiweiße im Rahmen einer Entzündung abgebaut oder bei einer Entzündung Fieber erzeugende Substanzen freigesetzt, z.B. „Prostaglandine”, führen sie auch zu einer Sollwerterhöhung im Wärmeregulationszentrum. Sie kommen nicht von außen, sondern werden vom Körper selbst produziert, deshalb werden sie als endogene Pyrogene bezeichnet.


Kennen Sie das Medikament Aspirin ®? Es ist ein Schmerzmittel und wirkt  fiebersenkend. Es ist ein sogenannter „Prostaglandinhemmer”. Weil es die Fieber erzeugenden Prostaglandine hemmt, ist es fiebersenkend! Das werden Sie sich sicher merken.


Die versprochenen Beispiele:


Beispiel 1:


Sie sind Altenpflegeschüler und arbeiten in einem wirklich schönen Alten- und Pflegeheim im Sauerland. Es ist Sommer. Dieses Altenheim, in einem ehemaligen Kloster, hat einen sehr schön gestalteten Innenhof. Die älteren Herrschaften streben schon am Morgen in den Innenhof und genießen die Sonne und die Wärme. Es wird ein richtig heißer Tag. Am späten Nachmittag: eine der älteren Damen hat reichlich Sonne und Wärme getankt, und es geht ihr nicht gut. Ihre Kollegin weist Sie an, die Dame auf ihr Zimmer zu bringen und Blutdruck und „Fieber” zu messen.


Sie tun, was man Ihnen gesagt hat. Der Blutdruck beträgt 100/60 mmHg, der Puls 116 (Sie sind ja gewissenhaft) und die Temperatur (rektal) 39,1° C. Die Bewohnerin hustet nicht, wirkt nicht erkältet, und am Morgen ging es ihr noch richtig gut.


Was denken Sie? Fieber im strengen Sinne, also eine Sollwerterhöhung im Temperaturregulationszentrum oder eine Hyperthermie?


Beispiel 2:


Derselbe Tag, die fast gleiche Zeit. Sie überlegen immer noch, was mit der Bewohnerin los ist, da kommt Ihre Kollegin auf Sie zu und sagt: „Bringst Du mal bitte Frau … auf ihr Zimmer, es geht ihr nicht gut … die Sonne!” Gleiches Prozedere: Blutdruck, Puls und Temperatur. Schon beim Auskleiden der Bewohnerin fällt Ihnen auf, dass der rechte Unterschenkel rot, heiß und geschwollen ist. Blutdruck 130/70 mmHg, Puls 104, Temperatur 39,1° C. Auf Nachfrage berichtet Ihnen die Bewohnerin, dass sie vor zwei Tagen von einer Biene am besagten Unterschenkel gestochen wurde.


Nun, welches der Beispiele ist Fieber und welches Hyperthermie?


Klar, das zweite Beispiel ist Fieber. Die Herzfrequenz ist erhöht (Faustregel: pro Grad Temperatursteigerung etwa um zehn Schläge), der Blutdruck sagt, flüssigkeitstechnisch (Wasser - Trinken) ist alles im Lot, aber dann ist da noch die Biene. Sie hatte leider nicht die Zeit, so fleißig wie sie auch ist, ihren Stachel zu desinfizieren und hat eine beträchtliche Zahl von Bakterien in die Stichwunde getragen. Es entsteht eine starke Entzündung (endogene Pyrogene - Sollwert im Temperaturregulationszentrum auf 39,1° C gestellt), also Fieber.


Beim ersten Beispiel habe ich Ihnen verschwiegen, dass die Bewohnerin 83 Jahre alt ist. Es ist Hyperthermie!


Ältere Menschen haben ein deutlich vermindertes Durstgefühl. Sie trinken zu wenig und empfinden es als unangenehm, noch einen Becher trinken zu müssen.

Was ist passiert? Die Dame saß in der Sonne. Sie haben sie zwar dreimal in den Schatten gesetzt, doch die Wärme gefiel ihr so gut! Mit ihrem Rollstuhl hat sie Ihre Platzanweisung erfolgreich „korrigiert”, schließlich könnte es ihr letzter Sommer sein! Sie nimmt die Wärme der Sonnenstrahlung auf, aber kann nicht entsprechend schwitzen, also überhitzt sie.

Dafür sprechen der erniedrigte Blutdruck und die erhöhte Pulsfrequenz (selbst im Verhältnis zur Temperatur). Da sie einen Flüssigkeitsmangel hat, konnte sie nicht entsprechend schwitzen, um die Körpertemperatur auszugleichen, also auf einen Normalwert zu bringen.


Faktisch, trotz dieser formalen Unterscheidung, sprechen Sie in der Regel immer von Fieber (obwohl es formal keines ist, im ersten Beispiel ist es eine Hyperthermie).


Okay, gleich kommt die Zusammenfassung. Doch zuvor eine Preisfrage (einen Monat kostenloser Zugang zu allen Kursen): Sie haben gemerkt, wie ich die Beispiele schildere. Ich bin diesem Alten- und Pflegeheim sehr verbunden: Die Frage lautet: Wie ist die Adresse des Altenheims?


Tipps: Diese Stadt liegt im Sauerland, sie war vor nicht langer Zeit WDR-2-Stadt, und das Altenheim befindet sich in einem ehemaligen Kloster. Einfach unter „Kontakt“ die Lösung schreiben.


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Identnummer: 20091216

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