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Kranken- und Gesundheitspflege: die Ausbildung


Sie interessieren sich für den Beruf der Krankenschwester bzw. des Krankenpflegers. Auf dieser Seite finden Sie einige grundlegende Informationen zum Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers bzw. der Gesundheits- und Krankenpflegerin.


Ihre Person:


Um diesen Beruf auszuüben, sollten Sie als Person einige Grundvoraussetzungen mitbringen, meines Erachtens als Pflegekraft.


Sie sollten schon ein Menschenfreund sein und sich grundsätzlich für den Menschen interessieren. Wichtig ist, dass Sie tolerant sind! In Ihrem Beruf haben Sie es mit kranken Menschen zu tun, und wenn jemand krank ist, verhält er sich anders als im normalen Leben. Außerdem werden Sie Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und mit verschiedensten Weltanschauungen begegnen. Neugierde (im Sinne von Interesse) zum einen und Verschwiegenheit zum anderen halte ich ebenso für adäquate Grundvoraussetzungen. Sie sollten körperlich fit sein, denn die Pflege ist teilweise körperlich anstrengend. Auch Belastbarkeit ist meiner Meinung nach eine wichtige Voraussetzung. In der Pflege erleben Sie häufiger Situationen, in denen Sie nicht nur eine, sondern drei Aufgaben zu erledigen haben – und diese möglichst gleichzeitig. Ein grundsätzliches technisches Verständnis ist hilfreich. Sie bedienen als Pflegekraft u.a. technische Geräte und arbeiten viel mit dem PC. Pflegerische Handlungen sind nicht selten mit physikalischer Kraft verbunden, wenn Sie beispielsweise jemanden auf die Bettkante setzen müssen. Technisches Verständnis bedeutet nicht, dass Sie alles im Voraus wissen müssen, aber dass Sie etwas nachvollziehen können, wenn Ihnen etwas erklärt wird. Ja, und dann ist da noch ein Punkt - ich würde es Optimismus nennen. Ihnen werden Menschen begegnen, die - teilweise zu Recht - hoffnungslos sind. Und diese Menschen an die Hand zu nehmen, ihnen ein wenig Lebensmut zu schenken, ist eine Ihrer Aufgaben. Schließlich sollten Sie in der Lage sein, Niederlagen zu verkraften.


Wenn Sie das lesen, denken Sie vielleicht: „Nee, das schaffe ich nie!” Ich muss Ihnen widersprechen. Erstens sind Sie wahrscheinlich noch relativ jung, und zweitens werden vor allem diese Voraussetzungen in der Ausbildung gefördert. Ja, und Sie arbeiten im Team. Das ist nicht nur für die anderen Pflegekräfte entscheidend. Auch alle anderen, die am Patienten arbeiten, gehören zum Team. Und ich kann Ihnen sagen, man begegnet sich in der Regel auf Augenhöhe. Witzig ist - wie Sie feststellen werden -, dass Pflegekräfte nicht „Sie”, sondern „Du” sagen. Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass Sie bereit sind zu lernen.


Der Pflegeberuf ist ein schöner Beruf. Die Bedingungen sind nicht immer einfach. Es ist viel Arbeit …, aber Sie helfen ganz aktiv, dass Menschen gesund werden, dass sie wieder auf die Beine kommen. Sie werden Fehler machen in diesem Beruf, doch Sie werden viel mehr Gutes tun. Ja, Krankenpfleger und Krankenschwester sind  einer der angesehensten Berufe: nach dem Feuerwehrmann im Jahr 2009 auf Platz 2, vor dem Arzt auf Rang 4 (Quelle: rp.online.de).


Das Berufsbild - Ihr Arbeitsfeld


Das Berufsbild selbst ist sehr vielfältig. Angefangen damit, dass Sie mit Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft zu tun haben.


Sie planen und organisieren die Pflege mit dem Ziel, die Selbstständigkeit der sich Ihnen anvertrauenden Menschen (Patienten) zu erhalten, zu fördern und wiederherzustellen. Sie arbeiten im Team, das bedeutet: Ihre Arbeit geschieht zwar eigenverantwortlich, jedoch in enger Zusammenarbeit mit anderen Professionen wie z.B. Medizinern oder Therapeuten.


Sie beobachten die Patienten, sammeln Patientendaten und analysieren diese. Sie definieren pflegerische Ziele, planen die Pflegemaßnahmen und führen sie durch. Sie dokumentieren Ihre Arbeit und reflektieren, ob Ihre Pflegemaßnahmen den gewünschten Erfolg haben. Gegebenenfalls beziehen Sie Angehörige mit ein. Und Sie assistieren bei Untersuchungen. 


Die Pflege erlernen Sie während der Ausbildung in Theorie und Praxis, und die Pflege selbst basiert auf pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen.


Als Pflegekraft finden Sie einen Arbeitsplatz in unterschiedlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten, Kurkliniken und gelegentlich auch bei Krankenkassen.


Die beruflichen Aussichten im Sinne eines gesicherten Arbeitsplatzes nach der Ausbildung sind gut.


Voraussetzungen


Die nachfolgenden Voraussetzungen sind die gesetzlich geforderten. Es ist möglich, dass einige Ausbildungsstätten diese noch ergänzen.


  • Gesundheitliche Eignung
  • Realschulabschluss oder einen anderen gleichwertigen Schulabschluss
  • Einen Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige schulische Ausbildung in Verbindung mit

a) einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit einer Regelausbildungsdauer von mindestens 2 Jahren,

b) einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung als Krankenpflegehelfer(in) oder Altenpflegehelfer(in). Hierbei betrug die Helferausbildung mindestens ein Jahr.




Die Ausbildung


Die Ausbildung gliedert sich nach dem Krankenpflegegesetz vom 1. Januar 2004 in einen praktischen und theoretischen Teil. Der praktische Teil wird in aller Regel in einem Krankenhaus durchgeführt, der theoretische Teil in einer staatlich anerkannten Krankenpflegeschule oder gleichgestellten Einrichtung. Die Dauer der Ausbildung beträgt 3 Jahre in Vollzeit. In Teilzeit darf die Ausbildungsdauer 5 Jahre nicht überschreiten.


Die theoretische Ausbildung


Die theoretische Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege beträgt mindestens 2100 Unterrichtsstunden. Die Inhalte der Ausbildung sind in Lernbereiche gegliedert.


Pflegerische Kernaufgaben


  • Aktivierend und/ oder kompensierend pflegen, bezogen auf alltägliche Lebensaktivitäten wie Haut- und Körperpflege, sich ankleiden, Mund- und Zahnpflege, Bewegung, Sehen und Hören, Essen und Trinken, Ausscheiden, Atmen, Wach- und Schlafzustand.
  • Assistenz bei der medizinischen Diagnostik und Therapie, richtiges Handeln in Notfallsituationen. Wichtige Bereiche sind hier hygienisches Arbeiten, Kontrolle der Vitalzeichen, Verabreichung von Medikamenten, Assistenz bei der Infusions- und Transfusionstherapie, Assistenz bei der Wundbehandlung und bei diagnostischen und therapeutischen Verfahren sowie das Handeln als Ersthelfer.
  • Gesprächsführung. Hierzu zählen Gespräche mit Patienten und Angehörigen, mit Vorgesetzten und Kollegen; wichtige Schwerpunkte sind Beratung und Anleitung.
  • Organisation, Planung und Dokumentation. Schwerpunkte sind hier Pflegeplanung und Pflegedokumentation. Die Arbeit mit Pflegestandards sowie die Organisation der Pflege im Stationsablauf, z.B. Aufnahme, Verlegung und Entlassung von Patienten.
  • Pflege und Betreuung von Menschen in besonderen Lebenslagen bzw. mit spezifischen Belastungen. Besondere Lebenslagen sind z.B. Geburt, Schwangerschaft, aber auch das Sterben. Zu den spezifischen Belastungen gehören Erfahrungen mit Menschen mit dauerhaften Schmerzen sowie Tumorkranke, chronisch Kranke und Menschen mit psychischen Erkrankungen.


Die Ausbildungs- und Berufssituation von Pflegenden


  • Auszubildender im Pflegeberuf. In der Ausbildung zu sein ist eine neue Lebenssituation. Die theoretische Ausbildung unterstützt Sie, sich in dieser neuen Situation zurechtzufinden. Sie werden mit Lerntechniken vertraut gemacht, auf Praxiseinsätze vorbereitet, und Ihre persönliche „Gesundheitspflege“ wird gefördert.
  • Angehöriger des Pflegeberufs. Mit Beginn der Ausbildung gehören Sie den Pflegeberufen an. Ihr berufliches Selbstverständnis ist ein wesentlicher Teil der Ausbildung: die Geschichte des Pflegeberufs, die Pflegemodelle, ethische und rechtliche Aspekte sowie Qualitätssicherung und EDV im Pflegeberuf.
  • Arbeitnehmer im Pflegeberuf. Als Arbeitnehmer im Pflegeberuf haben Sie wie jeder Arbeitnehmer Rechte und Pflichten. Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Arbeitnehmervertretung - all das sind Themen Ihrer Ausbildung.
  • Betroffen sein in schwierigen sozialen Situation. Der Pflegeberuf ist ein Beruf, in dem intensiv mit Menschen umgegangen wird. Entsprechend werden Sie schon in der Ausbildung auf schwierige Situationen vorbereit: Helfen und Hilflosigkeit, Gewalt in der Pflege, Ekel und Scham, Angst, Macht und Hierarchie.



Zielgruppen, Rahmenbedingungen und Institutionen der pflegerischen Arbeit


  • Zielgruppen der pflegerischen Arbeit. Einfach gesprochen, richtet sich Ihre Arbeit auf alle gesellschaftlichen Gruppen. Sie arbeiten mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, alten Menschen, armen und reichen Menschen, Menschen anderer Kulturen, Patienten, Heimbewohnern und  Behinderten.
  • Institutionen und Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit. Sie lernen das Gesundheitswesen in der Ausbildung kennen. Der Staat als solcher, das heißt seine Funktionsweise, wird Ihnen nahegebracht. Außerdem werden Sie die ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen für Ihre pflegerische Arbeit besser verstehen.


Die Pflege unterschiedlicher Patientengruppen


Unterschiedliche Patientengruppen. Darunter versteht man Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen oder Störungen und wie diese zu pflegen sind. Dieser Bereich der theoretischen Ausbildung nimmt einen wesentlichen Teil ein. Im Wesentlichen wird in der Ausbildung auf folgende Patientengruppen näher eingegangen:


  • Psychisch Kranke
  • Patienten mit Suchterkrankungen
  • Patienten mit Herzerkrankungen
  • Patienten mit Erkrankungen oder Störungen des Kreislaufs
  • Patienten mit Erkrankungen, Störungen oder Einschränkungen der Beweglichkeit
  • Patienten mit Störungen oder Erkrankungen des Nervensystems
  • Patienten mit Störungen oder Erkrankungen der Atmungsorgane
  • Patienten mit Störungen oder Erkrankungen des Verdauungssystems
  • Patienten mit Erkrankungen der Leber, der Galle, der Bauchspeicheldrüse oder mit Stoffwechselerkrankungen
  • Patienten mit Störungen oder Erkrankungen des Hormonsystems
  • Patienten mit Erkrankungen des Harntraktes und Störungen der Urinausscheidung
  • Patienten mit Störungen der Sexualfunktion bzw. mit Erkrankungen der Geschlechtsorgane
  • Patienten mit Hauterkrankungen
  • Patienten mit Bluterkrankungen
  • Patienten mit Störungen und Erkrankungen der Immunabwehr

Anzumerken sind die zuvor genannten Inhalte der theoretischen Ausbildung. Sicher wird jede Schule Schwerpunkte haben und gegebenenfalls anlassbezogen weitere Inhalte anbieten.


Die praktische Ausbildung


Die praktische Ausbildungsdauer umfasst mindestens 2500 Stunden und findet hauptsächlich im Krankenhaus statt. In der Praxis werden Sie durch speziell geschulte Mentoren bzw. Praxis-Anleiter begleitet. Kürzere Phasen der Ausbildung können auch außerhalb des Krankenhauses, z.B. in der ambulanten Pflege abgeleistet werden. Inhalte der praktischen Ausbildung: Sie werden in unterschiedlichen Bereichen des Krankenhauses auf verschiedenen Stationen eingesetzt. Fragen Sie die Krankenpflegeschule, für die Sie sich interessieren.


Ausbildungsvergütung


Die Ausbildungsvergütung ist abhängig von Tarifverträgen, kann also von meinen Angaben abweichen.


  • Erstes Ausbildungsjahr: ca. 810,- €
  • Zweites Ausbildungsjahr: ca. 870,- €
  • Drittes Ausbildungsjahr: ca. 960,- €

 
Impressum
Copyright 2009 Andreas Heimann-Heinevetter