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Hausarbeit zum Themenkomplex
Das Gesundheitskonzept von A.  Antonovsky
und seine Bedeutung für die
Burnout-Prävention


Hamburger Fern-Hochschule
Studiengang Pflegemanagement
Essen


Autor und Copyright:


Magdalini Grammatika

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August 2007


Inhaltsverzeichnis


1 Bedeutung des Salutogenesekonzeptes für die heutige Bevölkerung

2 Definition von Salutogenese

3 Gesundheitsrisiken und Stressoren

4 Grenzen

5 Verarbeitungsmechanismen für Stressoren und Spannungszustände

6 Das Konzept des Gesundheitskontinuums

7 Salutogenese – Ein praktisches Beispiel

8 Arbeit und ihre Folgen

9 Burnout in der Pflege

10 Konzepte zur Burnout Prävention

10.1 Das ANTI-BURNOUT Erfolgsprogramm von Helmut Kolitzus

10.2 Bevor der Job krank macht

11 Wo stehen wir wirklich?

Quellenverzeichnis




1 Bedeutung des Salutogenesekonzeptes für die heutige Bevölkerung

In Zeiten der Globalisierung werden wir täglich mit Erkrankungen und deren Folgen konfrontiert, seien es nun uns bekannte oder neu entdeckte Krankheiten. Sie sind omnipräsent und begleiten unser tägliches Leben. Sie begegnen uns im Fernsehen, im Radio, in Zeitschriften oder sie sind Inhalt unserer Unterhaltungen, die wir vielleicht mal eben mit unserem Nachbarn im Treppenflur führen. Die Frage nach der Krankheitsursache lässt sich oft aufgrund der ausgiebigen medizinischen Forschung gut beantworten. Die Ursache liegt z.B. in Viren, Bakterien und Pestiziden, die wiederum eine Kette von weiteren Erkrankungen auslösen können. Seit langer Zeit wird das Thema Krankheit pathogenetisch betrachtet, doch ist eine uns bekannte Ursache nicht vermeidbar? Was hält uns eigentlich gesund?

Genau mit dieser Frage sah sich Antonovsky konfrontiert, als er zunächst aufgrund eines anderen Forschungsprojektes feststellte, dass mehrere Frauen sich in einer guten psychologischen Gesundheit befanden, obwohl sie die Qualen eines Konzentrationslagers überstanden hatten. Er entwickelte das Konzept der Salutogenese in dem er versuchte,  die „Gesundheitsentstehung“ anhand von drei Komponenten auszumachen: Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit.
In seinem Werk „Salutogenese - Zur Entmystifizierung der Gesundheit“  stellt er die Zusammenhänge zwischen diesen Komponenten dar und den Einfluss der Umwelt auf den Menschen. Er geht davon aus, dass bei den einzelnen Individuen die Komponenten unterschiedlich stark ausgeprägt sein können und dadurch das Denken und Handeln beeinflussen. Sind diese Komponenten ausreichend ausgeprägt, so können sie zu einer stabilen Gesundheit führen.

In der heutigen Zeit, in der die psychischen Erkrankungen aufgrund ständiger Belastungen in der Arbeitswelt und hohen Anforderungen im Privatleben zunehmen, stellt sich die Frage, wie eine salutogenetische Orientierung ausreichend umgesetzt werden kann. Wie kann ein Mensch, der unter hoher Arbeitsbelastung und privatem Stress steht, psychische Erkrankungen und belastende Zustände wie einem Burnout vorbeugen? Auch Antonovsky stellte sich solch eine Frage und formulierte diese mit Hilfe einer Metapher: "... meine fundamentale philosophische Annahme ist, dass der Fluss der Strom des Lebens ist. Niemand geht sicher am Ufer entlang. Darüber hinaus ist für mich klar, dass ein Großteil des Flusses sowohl im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinn verschmutzt ist. Es gibt Gabelungen im Fluss, die zu leichten Strömungen oder in gefährliche Stromschnellen und Strudel führen. Meine Arbeit ist der  Auseinandersetzung mit folgender Frage gewidmet:  Wie wird man, wo immer man sich im Fluss befindet, dessen Natur von historischen, soziokulturellen und physikalischen Umweltbedingungen bestimmt wird, ein guter Schwimmer? " (ANTONOVSKY, Übersetzung durch Franke 1997,  92)


Um diese Frage zu beantworten, werde ich zunächst mit dem Konzept der Salutogenese beginnen. Ich stelle die einzelnen Faktoren anhand von
Beispielen dar um ein besseres Verständnis für das Konzept zu erreichen. Den Schwerpunkt meiner Hausarbeit widme ich dem Thema Burnout. Im Rahmen meiner Recherchen stellte ich fest, dass öfter von Anti- Burnout Programmen die Rede ist. Dabei stellte ich mir die Frage, ob diese Programme salutogenetisch orientiert sind oder erst da einsetzen, wo Burnout schon begonnen hat. Mein Ergebnis habe ich versucht anhand von zwei Erfolgsprogrammen aufzuzeigen, die ich abschließend noch einmal reflektieren werde.

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2 Definition von Salutogenese

Da ich keine richtige, für mich befriedigende Definition von Salutogenese finde, versuche ich den Begriff nun selbst zu definieren.
Der Begriff Salus lässt sich mit Gesundheit, Wohl, Heil übersetzen und stammt aus dem Lateinischen. Der Begriff Genese stammt aus dem Griechischen und bedeutet Entstehung. Laut dieser Übersetzung sucht also die Salutogenese nach der Ursache der Entstehung von Gesundheit. Die zentrale Frage, die Antonovsky sich stellte, war aber nicht die Ursache der Entstehung von Gesundheit, weil dies voraussetzt, dass der Mensch vorher krank war. Antonovsky wollte vielmehr wissen, wie es dazu kommt, dass der Mensch gar nicht erst krank wird, also die pathogenetische Komponente zunächst außer acht lassen (eine völlige Abgrenzung ist wohl nicht möglich, da diese zu sehr miteinander verbunden sind). Also definiere ich Salutogenese wie folgt:

Bei der Salutogenese handelt es sich um einen Prozess, der zur Erhaltung der eigenen Gesundheit führt.

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3 Gesundheitsrisiken und Stressoren

Der Mensch selbst ist umgeben von potentiellen krankheitsauslösenden Faktoren, mit denen er ständig konfrontiert wird. Man spricht hierbei von Gesundheitsrisiken, die durch  Prof. Dr. Dr. Heiko Waller in drei Dimensionen eingeteilt werden: Personale Risiken für Gesundheit, Verhalten und Lebensweisen als Gesundheitsrisiken und soziale Risiken für Gesundheit. (Waller 2001, 9f.)  Laut Antonovsky sind all diese Gesundheitsrisiken Stressoren, die ein Spannungsgefühl erzeugen,  das aber nicht zwangsläufig gesundheitsschädlich sein muss. Auch er unterscheidet drei Typen von Stressoren: chronische Stressoren, wichtige Lebensereignisse und akute tägliche Widrigkeiten.

Chronische Stressoren sind anhaltende Zustände, die einen Menschen im Leben begleiten wie zum Beispiel leben in Armut. Wichtige Lebensereignisse tragen meistens Konsequenzen mit sich. Hierzu zählen Hochzeiten, Geburten oder auch Todsfälle in der Familie. Im Gegensatz dazu haben tägliche Widrigkeiten keinen Einfluss auf den Gesundheitszustand eines Menschen. Doch wie geht man mit diesen Stressoren um und was meint Antonovsky damit, wenn er von einem guten Schwimmer spricht? Die Antwort darauf lautet Kohärenzgefühl (SOC= Sense of Coherence). Dieses besteht aus drei Komponenten:

  1. Verstehbarkeit
  2. Handhabbarkeit 
  3. Bedeutsamkeit


Zu 1: Ein hohes Maß an Verstehbarkeit bedeutet, dass auftretende Ereignisse als sinnvoll und geordnet wahrgenommen werden und durch die betroffene Person verständlich sind. Menschen mit einem geringen Maß an Verstehbarkeit erklären sich dagegen  negative Lebensereignisse mit Unglück und Pech.

Zu 2: Personen mit einem hohen Maß an Handhabbarkeit sind sich ihren Ressourcen bewusst, die sie oder andere Personen haben um ihnen zu helfen, sodass sie sich nicht unterkriegen lassen und mit ihrem Schicksal
umgehen können. Sie geben nicht auf sondern stellen sich der neuen Herausforderung.

Zu 3: Die dritte Komponente spricht die emotionalen Empfindungen einer
Person an. Man hat eine Person, einen Traum oder ein Ziel das einem wichtig ist und für das sich alle Mühe lohnt. Ohne Bedeutsamkeit sind das Leben oder die Taten sinnlos.

Diese drei Eigenschaften hängen miteinander zusammen, was mit dem Begriff Kohärenz beschrieben wird. Je ausgeprägter das Kohärenzgefühl ist, desto gesünder ist  diese Person. Ein hohes Kohärenzgefühl kann auch zu einer schnelleren Genesung beitragen.

Das SOC kann positiv und negativ beeinflusst werden. Lebenserfahrungen können zu einer Stärkung des Kohärenzgefühls führen, hierzu zählen besonders positive Lebensereignisse. Antonovsky spricht hier von der Bildung einer Widerstandsressource (GRR= generalized resistance resource). Eine Widerstandsressource bietet sowohl Verstehbarkeit als auch Bedeutsamkeit und Handhabbarkeit, die aber nicht alle gleich stark ausgeprägt sein müssen. Im Gegensatz dazu kann es aber auch durch das Kohärenzgefühl schwächende Erfahrungen  zum Widerstandsdefizit (GRD= generalized resistance deficit)  kommen.

Aaron Antonovsky stellt die möglichen Verhältnisse der SOC untereinander in einer Tabelle übersichtlich da:


Tabelle 1: Dynamischer wechselseitiger Zusammenhang der SOC-Komponenten 

Komponenten

Typus Verstehbarkeit
Handhabbarkeit
Bedeutsamkeit
Vorhersage
1 Hoch
Hoch
Hoch
Stabil
2 Niedrig
Hoch
Hoch
Selten
3 Hoch
Niedrig
Hoch
Veränderung
nach oben
4 Niedrig
Niedrig
Hoch
Voränderung
nach oben
5 Hoch
Hoch
Niedrig
Veränderung
nach unten
6 Hoch
Niedrig
Niedrig
Veränderung
nach unten
7 Niedrig
Hoch
Niedrig
Selten
8 Niedrig
Niedrig
Niedrig
Stabil

Tabelle 1: Dynamischer wechselseitiger Zusammenhang der SOC-Komponenten nach Antonovsky. Quelle: ANTONOVSKY, Übersetzung durch Franke 1997, 37  

Nach Aussage dieser Tabelle kann man also in allen drei Bereichen ein hohes oder ein niedriges Kohärenzgefühl haben (Typus 1 und 8) aber auch unterschiedlich ausgeprägte Eigenschaften.
Der zweite Typus, bei dem die Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit hoch ist und die Verstehbarkeit niedrig, ist wohl deshalb selten weil jemand der etwas nicht versteht in der Regel damit nicht umgehen kann und es für ihn keine Bedeutung hat. Nehmen wir zum Beispiel eine junge Frau, die ihren Mann verloren hat. Ihr Schicksal ist ihr unverständlich. Sie verfällt in Trauer und vielleicht sogar in Depressionen. D.h. also, sie kann damit nicht umgehen und sie sieht keinen Sinn darin.
Die Handhabbarkeit ist auch selten hoch wenn die Verstehbarkeit niedrig ist (Typus 7), denn wie kann ich etwas tun wenn ich es nicht verstehe? Diese Eigenschaft wäre wohl eher auf eine Maschine zurück zu führen.
Die anderen vier Fälle sind allgegenwärtiger: Ich kann etwas vielleicht nicht  umsetzen, auch wenn ich es verstehe und es für mich Sinn macht (Typus 3). Im Gegensatz dazu kann ich etwas verstehen und auch umsetzen, auch wenn ich die Bedeutung darin nicht sehe (Typus 5) oder ich verstehe etwas auch wenn  ich es nicht umsetzen kann und es für mich keinen Sinn macht  (Typus 6).

Etwas schwieriger hingegen sehe ich den vierten Typus auch wenn Antonovsky dies anscheinend nicht so sieht. Denn die Frage die ich mir stelle ist, wie kann etwas, dass ich nicht verstehe und das für mich nicht handhabbar ist, bedeutsam für mich sein? Ein Beispiel hierfür wäre vielleicht der Glaube an Gott, da dies an unsere Grenzen der Verstehbarkeit stößt. Aber auch hierbei findet man einen Weg damit umzugehen, was wiederum  eher auf Typus 2 hindeutet. Auch Antonovsky selbst definiert diesen Fall nicht genau: „Er ist wahrscheinlich ein tiefgründiger Mensch, der sich intensiv um verstehen bemüht und nach Ressourcen sucht. Es gibt zwar keine Erfolgsgarantie, aber es gibt eine Chance.“ (ANTONOVSKY, Übersetzung durch Franke 1997, 38)

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4 Grenzen

Definition: Der Begriff Grenze kommt aus dem slawischen (= granica) und bedeutet Trennlinie. (WIKIPEDIA 2007)

Laut Antonovsky hat jeder Mensch seine natürlichen Grenzen, über die hinaus das SOC eines Menschen nicht mehr Anwendung findet.  Für den Einen mag es der Krieg in einer für ihn weit entfernten Welt sein, für den Anderen aber auch der unscheinbare Nachbar, der vielleicht an einer schweren Krankheit leidet. Ich sehe dies als eine Art Schutzfunktion, denn ich denke, dass viele von uns mit der Masse an Informationen und vor allem an Emotionen nicht umgehen könnten.
Jedoch geht Antonovsky davon aus, dass bestimmte Bereiche im Leben bedeutsam sein müssen um ein hohes SOC zu haben. Dazu benennt er vier Bereiche: „Die eigenen Gefühle, die unmittelbaren personellen Beziehungen, seine wichtigste eigene Tätigkeit und existentielle Fragen.“ (ANTONOVSKY, Übersetzung durch Franke 1997, 39) Dabei spielt es keine Rolle, ob wir etwas mögen oder für gut oder schlecht halten, lediglich die Tatsache, dass wir es als für uns wichtig sehen, ist ausschlaggebend. Aber auch Dinge, die über unsere Interessen hinausgehen, können uns im Nachhinein beeinflussen. Ich wähle jetzt ganz bewusst ein anderes Beispiel als Antonovsky, da ich es als sehr fassbar für jeden von uns empfinde, nämlich den elften September. Vielleicht hat es den einen oder anderen nicht interessiert was in New York geschehen ist oder er hat dies bewusst ignoriert, da diese Tat für ihn nicht verständlich war, jedoch wurde jeder durch seine Folgen beeinflusst. War das Verdrängen des Anschlags vielleicht eine Art Schutzmechanismus?

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5 Verarbeitungsmechanismen für Stressoren und Spannungszustände

Zunächst sollte die Frage geklärt werden, worin eigentlich der Unterschied zwischen einem Spannungszustand und einem Stresszustand besteht. Ein Spannungszustand entsteht mit einer neuen Situation, ohne sich in dem Moment im Klaren zu sein, wie mit dieser Situation umgegangen werden muss. Je nachdem wie dieser Spannungszustand interpretiert wird, kann er nun als Stressor oder als Nicht-Stressor wahrgenommen werden. Dies ist abhängig vom SOC der Person. Personen mit einem niedrigen SOC nehmen Situationen eher als Stressoren wahr als Personen mit einem hohen SOC. Bei diesem Prozess unterscheidet man drei Bewertungsphasen.
Bei der primären Bewertung-I wird zunächst ein Spannungszustand erzeugt, das heißt, dass lediglich die Tatsache, dass eine neue Situation eingetroffen ist, einem bewusst wird.
Bei der primären Bewertung-II geht es um die Beurteilung des Stressors im Hinblick auf die Gefährdung der eigenen Gesundheit. Ein Mensch mit einem starken SOC neigt eher dazu eine Situation als nicht Gefährlich wahrzunehmen als eine Person mit einem niedrigen SOC.
Die Entscheidung, wie mit dem Problem umgegangen werden soll und mit welchen Emotionen dies behaftet ist, wird in der primären Bewertung-III gefällt. In dem obigen Fall des elften Septembers hat man sich entschlossen das Geschehene zu verdrängen, da man keine Möglichkeit sah, gut damit umzugehen.

Personen mit einem hohen SOC können mit Situationen besser umgehen und nehmen diese eher als Herausforderung statt als Strafe an. Sie gehen davon aus, dass das Problem gelöst werden kann und suchen nach der bestmöglichen Bewältigungsstrategie. Antonovskys Annahme ist auch, dass Personen mit einem starken SOC nicht nur Situationen anders verarbeiten sondern auch andere Emotionen wahrnehmen. Er beschreibt drei Dimensionen, in denen dies seiner Meinung nach erfolgt: In der Qualität, der Intensität und der Verantwortung.
Mit der Qualität meint er die Art der Gefühle, die in einem Menschen ausgelöst werden. Als Beispiel  führt er unter anderem den Unterschied zwischen Wut und Ärger auf. Die Wut kann weitaus größere Konsequenzen mit sich bringen.
Der Begriff Ausmaß definiert die Angemessenheit einer Reaktion und ihrer damit einhergehenden Gedanken. Bei Personen mit einem niedrigen SOC könnten sich zum Beispiel auf Wut Aggressionen bilden und sich in Misshandlungen zeigen.
Der dritte Punkt, die Verantwortung, hat etwas mit der Stärke einer Person zu tun. Übernehme ich die Verantwortung für meine eigenen Fehler oder schiebe ich diese lieber auf Andere? Personen mit einem niedrigen SOC neigen eher dazu die Fehler bei Anderen als bei sich selbst zu suchen.

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6 Das Konzept des Gesundheitskontinuums

Ich habe mich dafür entschieden dieses Kapitel so zu bezeichnen, da auch Antonovsky dies macht wenn er über die gesundheitlichen Auswirkungen von Stress und Spannung spricht. Er geht davon aus, dass  „die Stärke des SOC direkte physiologische Konsequenzen hat und dadurch den Gesundheitsstatus beeinflusst.“ (ANTONOVSKY, Übersetzung durch Franke 1997, 142) Oder mit anderen Worten ausgedrückt: Dass Stressoren sich gesundheitsschädlich auswirken können.
Antonovsky bezieht sich bei dieser Hypothese unter anderem auf Cohen, die fünf Mechanismen entwickelte, von denen drei durch behavioralem Coping die Entstehung und die Erholung von Krankheiten beeinflussen:

  • Gewohnheiten, die unmittelbaren Einfluss auf die Gesundheit ausüben oder sie bekräftigen – zum Beispiel Rauchen, exzessives Trinken, Sport.
  • Adaptive Verhaltensweisen, die die Schwere von Krankheiten verringern können  - zum Beispiel das frühe Aufsuchen von Behandlung, Offenheit gegenüber Informationen über Rehabilitation.
  • Umgang mit Professionellen im Gesundheitswesen zum Beispiel Compliance.


Nehmen wir mal das Beispiel Rauchen. Jemand mit einem hohen SOC würde wahrscheinlich nicht rauchen. Wahrscheinlich deswegen, weil das soziale Umfeld jemanden trotz hohem SOC auch zum negativen  beeinflussen kann. Würde er also doch rauchen, so würde er sofort zum Arzt gehen wenn er sich nicht gut fühlen würde. Stellte man ihm die Diagnose Krebs, so könnte er damit umgehen, würde die Anordnungen der Ärzte und Therapeuten befolgen und sein Leben seiner Diagnose entsprechend führen.
Aber auch die Tatsache, etwas als Nicht-Stressor wahrzunehmen, wirkt gleichzeitig gesundheitsfördernd und Gesundheit an sich kann als persönliche Widerstandsressource bewertet werden. Um  jedoch etwas als Nicht-Stressor wahrzunehmen, bedarf es eines starken SOC.
Die Stärke des SOC ist von vielen Faktoren abhängig und deren Entwicklung begleitet uns das ganze Leben. Laut Antonovsky ist das SOC einer dynamischen Entwicklung unterworfen vom Säuglingsalter ausgehend bis zum Erwachsenenalter. Im Säuglingsalter lernt der Mensch seine Umwelt kennen, lernt Abläufe zu verstehen und wird eigenständig. Seine Umwelt kann positiv aber auch negativ sein, sich aber auch im Laufe der Zeit ändern. Dem Kind wird beigebracht was richtig und was falsch ist, was gut und was schlecht ist. In der Adoleszenzphase  wird dies in Frage gestellt, man ist unsicher und sucht seinen Platz im Leben. Natürlich spielt in dieser Phase wie auch in allen anderen Phasen Glück eine wichtige Rolle. Dazu zählen die Familie, die Umgebung und die Freunde von denen man beeinflusst wird. In dieser Phase wird der Mensch sozusagen auf sein Erwachsenenleben vorbereitet, obwohl erst dann die eigentlichen Erfahrungen gefestigt werden oder sich die eigene Sichtweise ändert. Im Erwachsenenalter geht Antonovsky davon aus, dass Menschen mit einem hohen SOC besser mit Situationen umgehen können da sie stärker ausgebildete generalisierte  Widerstandsressourcen haben als Menschen mit einem niedrigen SOC. Er schließt jedoch nicht aus, dass das SOC sich trotz allem ändern kann durch z.B. gravierende Änderungen der Lebensweise, die neue Erfahrungen mit sich bringen. Genau diese Erfahrungen und Prozesse gilt es bei einem salutogenetischen Vorhaben zu beeinflussen:

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7 Salutogenese – Ein praktisches Beispiel

Nachdem ich nun eingehend über Salutogenese gesprochen habe, möchte ich hierzu ein Beispiel aufzeigen, dass uns in seiner praktischen Ausführung täglich begegnet. Die Rede ist von der Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung, die 1984 von Robert Anderson im Auftrag der WHO vorgelegt wurde mit dem Streben nach Gesundheit für alle Mitgliedsstaaten der WHO. Im Jahre 1998 wurde diese Überarbeit als Gesundheit 21 verabschiedet. Das Ziel war, europäischen Mitgliedsstaaten der WHO auf ein gleiches medizinisches Level zu bringen, da die Kluft zwischen armen und reichen Ländern hier besonders groß ist.

Die Gesundheit 21 hat zwei Hauptziele:

1. Gesundheit fördern und schützen
2. Verhinderung von Krankheit und Leid mildern

Um dies zu erreichen, wurden weitere 21 Ziele definiert.

Diese sind:

  1. Solidarität für die Gesundheit in der europäischen Region. Hierbei geht es um die Unterstützung der bedürftigen armen Länder
  2. Gesundheitliche Chancengleichheit. Verringerung sozialer und geschlechtsspezifischer Benachteiligungen.
  3. Ein gesunder Lebensanfang. Vorsorgeuntersuchungen und Schwangerschaftsberatung auch für arme Länder.
  4. Gesundheit junger Menschen. Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze schaffen, Sexualerziehung.
  5. Altern in Gesundheit. Gesundheitsförderung und Gesundheitsvorsorge.
  6. Verbesserung der psychischen Gesundheit. Verbesserung der psychischen Gesundheit, Reduzierung der Selbstmordrate.
  7. Verringerung übertragbarer Krankheiten. Gesundheitsprävention, Krankheitsprävention und Patientenbehandlung.
  8. Verringerung nichtübertragbarer Krankheiten. Reduzierung der Risikofaktoren wie Tabak und Zigarettenkonsum .
  9. Verringerung von auf Gewalteinwirkung und Unfälle zurückzuführenden Verletzungen. Bessere Notfallversorgung, Präventionsmaßnahmen z.B. in Bezug auf Gewalt in der Familie.
  10. Eine gesunde und sichere natürliche Umwelt. Aufgeklärte Wirtschaftspolitik, soziale Unterstützung, gute menschliche Beziehungen.
  11. Gesünder leben Möglichkeit der gesunden Ernährung durch Lebensmittelkontrollen. 
  12. Verringerung der durch Alkohol, Drogen und Tabak verursachten Schäden. Hilfe zur Raucherentwöhnung und Alkoholentzug, Verbot von Werbung usw.
  13. Settings zur Förderung der Gesundheit. Schaffung eines gesunden Arbeits- und Wohnumfeldes, gesunde Stadt- und Flächenplanung.
  14. Multisektorale Verantwortung für die Gesundheit. Gesundheitsverträglichkeitsprüfung aller sozialen und wirtschaftlichen Konzepte.
  15. Ein integrierter Gesundheitssektor. Familienberatung und Gemeindepflege durch Pflegekräfte und Ärzte.
  16. Qualitätsbewusstes Management der Versorgung durch einheitliche Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention, Behandlungs- und Rehabilitationsprogramme.
  17. Finanzierung des Gesundheitswesens und Ressourcenzuweisung. Qualitativ gute kostenwirksame Ressourcennutzung.
  18. Qualifizierung von Fachkräften für gesundheitliche Aufklärung. Verbesserung der Fach- und Managementqualifikationen.
  19. Forschung und Wissen zur Förderung der Gesundheit, nach dem Prinzip „Gesundheit für alle“.
  20. Mobilisierung von Partnern für gesundheitliche Belange. Festlegung von Strategien und Mobilisierung von Ressourcen für die gesamte Gesellschaft.
  21. Konzepte und Strategien zur „Gesundheit für alle“ Alle wichtigen Instanzen sollen die Prinzipien annehmen und umsetzen.


(WHO 2007)

 
Die Gesundheit 21 wurde aufgrund des unterschiedlichen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Standes der einzelnen europäischen Mitgliedsstaaten entwickelt. Die geplanten Entwicklungen sind sowohl auf staatlicher Ebene als auch auf der personellen Ebene angesetzt, denn der Staat stützt sich auf seine Bürger. Es geht um primäre, sekundäre und tertiäre Prävention, wobei die primäre Prävention den stärksten
salutogenetischen Charakter hat.
Die primäre Gesundheitsprävention beginnt bei der Schaffung einer gesunden Umwelt und einem intakten sozialen Umfeld, sodass das SOC eines  Menschen  positiv  beeinflusst  werden  kann. Die Möglichkeit eines
beruflichen Aufstiegs und eine gute präventiv ausgerichtete medizinische Versorgung Stärken weiterhin das Individuum. Viele Ziele der Gesundheit 21 sind schon teilweise gut umgesetzt worden, bedenkt man zum Beispiel die Anti-Raucher Campagnen.


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8 Arbeit und ihre Folgen

Die INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit) spricht in ihrem aktuellen Bericht über „mangelnde ganzheitliche Arbeitsbelastung“,  die zu körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen führt. Körperlich schwere Arbeit ist zwar rückgängig aber immer noch existent. Die psychischen Beeinträchtigungen treten auf als Folge von hohen Konzentrations- und Aufmerksamkeitsanforderungen und
Arbeitsverdichtung.  Ein heutzutage weiterer wichtiger Faktor ist die Angst vor dem Arbeitsverlust. Deshalb sprechen sie von der Notwendigkeit einer ganzheitlichen Prävention. (INQA 2007)

Doch was bedeutet eigentlich Prävention?

Prävention stammt aus dem lateinischen praevenire und bedeutet zuvorkommen, vorbeugende Maßnahme und wird besonders in der Gesundheitspflege gebraucht. (PSCHYREMBEL 258. Auflage 1998)   
Sie war bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Teil der Medizin, wurde aber durch die immer stärkere pathogenetische Ausrichtung zum größten Teil von der Medizin verdrängt. Durch die Entwicklung der Gesundheitswissenschaften kommt sie nun wieder immer mehr in den Vordergrund.

Die Prävention lässt sich unterschiedlich einteilen:

1. Der Zeitpunkt

  • Primäre Prävention = Krankheitsvermeidung. Dies findet sich in vielen Punkten der Gesundheit 21 wieder wie zum Beispiel „Altern in Gesundheit“ und „Gesundheit junger Menschen“
  • Sekundäre Prävention= Krankheitsfrüherkennung. Damit ist unter anderem „Ein gesunder Lebensanfang“ gemeint
  • Tertiäre Prävention= Rehabilitation. Hierzu könnte man „Qualitätsbewusstes Management der Versorgung“ zählen


 
2. Die Zielgröße

  • Personale Prävention z.B. Raucherentwöhnung
  • Verhaltensprävention z.B. wahrnehmen von Vorsorgeuntersuchungen
  • Verhältnisprävention z.B. Umwelthygiene


3. Die Methode

  • Gesundheitsaufklärung und -beratung zum Beispiel „Qualifizierung von Fachkräften für gesundheitliche Aufklärung“
  • Gesundheitserziehung und –bildung „Ein integrierter Gesundheitssektor“
  • Gesundheitstraining, Präventivmedizin, Gesundheitsselbsthilfe „Eine gesunde und sichere natürliche Umwelt“


(vgl. WALLER 2001, 5f)

Da, wie zuvor erwähnt die Arbeitsbelastung für den einzelnen Menschen zunimmt und dies gravierende Folgen psychischer Art haben kann, gilt es hier durch präventive Maßnahmen diesem Zustand vorzubeugen. Mit Zustand ist ein Gefühl des völligen ausgebrannt seins gemeint, dass als Burnout Syndrom bezeichnet wird. Die Anzeichen eines Burnout sind vielseitig und finden sich in allen Berufsgruppen wieder. Um sich ein besseres Bild über die Präsens dieses Zustandes machen zu können folgt hierzu ein Beispiel.
An vielem muss andererseits noch gearbeitet werden. Besonders zu bedenken ist die berufliche Situation hier in Deutschland. Starke Belastungen im Berufsleben führen immer häufiger zu Erkrankungen und Enden mit einem Burnout. Dieser kann schwere Folgen für den betroffenen Menschen haben. 

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9 Burnout in der Pflege

Immer wieder klagen Pflegende darüber, dass sie unzufrieden mit ihrem Beruf seien. Die Vorstellungen über den Beruf der Krankenschwester sind unrealistisch und führen dadurch zu schneller Demotivation und Unzufriedenheit. Die Pflegenden sind ständigen und unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt, mit denen sie umgehen müssen. Einerseits besteht eine hohe Belastung durch die Organisation. Diese erwartet, dass die Arbeit unter zum Teil schweren Bedingungen optimal durchgeführt wird. Dazu zählen einerseits der Personalmangel, der zu hoher Belastung der einzelnen Pflegekräfte führt und andererseits das Arbeiten im Schichtsystem. Durch ständig wechselnde Dienste kann der Körper sich nicht in einem Rhythmus einfinden, es kommt zu Schlafstörungen und zur Erschöpfung. Das führt wiederum zu mangelnder Konzentrationsfähigkeit und im Ergebnis zu Fehlern und ungenauem Arbeiten. Aber nicht nur der Körper leidet unter der ständigen Belastung, auch das Privatleben und die Familie müssen auf den Beruf abgestimmt werden.
Dadurch kann es einfacher  zur Vernachlässigung des Privatlebens kommen, was auch als Phase des Burnout-Syndroms gewertet werden kann.

Aber auch Probleme unter den Pflegenden selbst können auftreten, ob es nun die Übernahme eines Dienstes betrifft oder aber auch um Uneinigkeiten bezüglich fachlichem Vorgehen. Doch der  eigentliche belastende Faktor scheint der ständige Umgang mit Leiden und Tod zu sein. Man sieht  und pflegt zum Teil junge sterbende Menschen, deren Leid unerträglich ist. Der Tod ist unvermeidbar und das Leid durch pflegerisches Handeln nur bedingt zu mildern. Die eigene Tätigkeit erscheint einem als sinnlos und die Grenzen der Medizin sind fassbar. 

All diese Faktoren können im Ergebnis zum Burnout führen. Doch was bedeutet eigentlich Burnout? „Der Begriff Burnout (engl. burn out: ausbrennen) bezeichnet einen besonderen Fall berufsbezogener, chronischer Erschöpfung und wurde 1974 erstmalig von Herbert Freudenberger und Christina Maslach eingeführt. Synonym wird der Begriff Erschöpfungssyndrom gebraucht.“
(WIKIPEDIA 2007)

Das Burnout Syndrom wurde durch Freudenberger und North in zwölf Stadien unterteilt:

Stadium 1 : Der Zwang sich zu beweisen
Stadium 2 : Verstärkter Einsatz
Stadium 3 : Subtile Vernachlässigungen eigener Bedürfnisse
Stadium 4 : Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen
Stadium 5 : Umdeutung von Werten
Stadium 6 : Verstärkte Verleugnung der aufgetretenen Probleme
Stadium 7 : Rückzug
Stadium 8 : Beobachtbare Verhaltensänderungen
Stadium 9 : Depersonalisation/ Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit
Stadium 10: Innere Leere
Stadium 11: Depression
Stadium 12: Völlige Burnout-Erschöpfung

(HOEFERT 2001)

Ein Beispiel hierzu:
Eine junge, frisch examinierte Krankenschwester bekommt eine Anstellung auf einer onkologischen Station. Die schlechte personelle Besetzung ist offensichtlich und das Arbeitsaufkommen hoch. Zunächst wird sie versuchen sich gegenüber ihren Arbeitgebern als gute Arbeitskraft zu  beweisen.     Die   Konfrontation  mit   den   Schwerstkranken,  von  ihr abhängigen Patienten wird in ihr Mitleid erregen und ihre Motivation zu helfen steigern. Zunächst führt dies zu Überstunden, später weitet sich das Ganze so aus, dass ihr Privatleben darunter leidet. Trotz körperlicher Erschöpfung hört sie nicht die Warnsymptome ihres Körpers, die ihr Signalisieren, sie solle eine Pause machen. Auch die auftretenden Konflikte mit ihrem Partner schiebt sie bei Seite. Ihr Beruf tritt für sie in den Vordergrund. Doch ihre ganze Aufopferung führt nicht zur Anerkennung
bei ihren Kollegen und Vorgesetzten und auch die Patienten kann sie nicht von ihrem Leid befreien. Ihr wird klar, dass auch sie machtlos gegen die

Natur ist und für ihre Vorgesetzten nur eine Angestellte von vielen ist. Sie fängt an sich zurückzuziehen, verfällt in quälende Gedanken und Einsamkeit, zweifelt an sich selbst und dem was sie tut. Sie fühlt sich leer und ausgelaugt, verfällt in Depression, es kommt zur völligen Burnout- Erschöpfung.

Ich denke, dass durch dieses Beispiel bewusst wird, dass viele dieser Stadien uns tatsächlich in unserem Arbeitsleben zum Teil täglich begegnen. Die Frage ist nur, warum führen sie bei manchen zu Burnout und bei anderen nicht? Gibt es vielleicht einen Bezug zum SOC eines Menschen?

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10 Konzepte zur Burnout Prävention


10.1 Das ANTI-BURNOUT Erfolgsprogramm von Helmut Kolitzus

Laut Helmut Kolitzus gehören zu den besonders Burnout gefährdeten Berufsgruppen Menschen, die soziale Berufe ausüben wie Lehrer, Pflegekräfte und Ärzte. Der Grund, warum das Krankenhauspersonal besonders betroffen ist, sieht er in den Überstunden, der hohen Verantwortung und die Tatsche, dass diese ständig über ihre Grenzen hinausgehen. Bei Pflegekräften fügt er zusätzlich die miserable Bezahlung und die fehlende soziale Anerkennung hinzu. Denn all diese Aspekte führen zu Stress und dieser zum Burnout. Den entscheidenden Faktor, ob sich Stress zu Dauerstress und Burnout entwickelt, sieht er in den Auswirkungen, die der Stress bei einer Person hat. Die Frage ist also: Kontrolliere ich die Situation oder bin ich ihr ausgeliefert?
Ich denke, dass sich dieser Aspekt mit der Handhabbarkeit vergleichen lässt. Denn auch bei der Handhabbarkeit geht es darum, ob und wie ich mit der Situation umgehen kann. Auch Helmut Kolitzus sieht einen Bezug zu Antonovskys Konzept der Salutogenese. Er beschreibt zunächst die Bestandteile des Sense of Coherence (SOC) und verweist auf die wichtige Sozialisationsinstanz Familie und deren Einfluss auf die Entwicklung des SOC. Auch der mögliche  Einfluss von Stressoren auf die Gesundheit wird durch Kolitzus beschrieben: „Es sind nicht die Stressoren selbst, sondern die Verarbeitung, die die Konsequenzen positiver oder negativer Art hervorruft.“ (KOLITZUS 2003,150)

Kolitzus geht in seinem Buch auf zwei Arten von Erkrankungen und deren Prophylaxen ein: Die körperlichen und die psychischen Erkrankungen.

Zu den körperlichen Erkrankungen beschreibt er verschiedene Bereiche, die bei richtigem verhalten zur Gesundheitserhaltung führen:

1. Gesunde Ernährung

2. Sex und Gesundheit

3. Bewegung und Sport


Zu 1:
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft Erkrankungen und deren Folgeschäden vorzubeugen.

Zu 2:
Hierbei geht es darum, dass es bei unzufriedenem Sexualleben zur Ersatzbefriedigung kommt durch z.B. Alkohol und Drogen.

Zu 3:
Mangelnde Bewegung führt zum Beispiel zu Adipositas (Fettleibigkeit), Hypertonie (Bluthochdruck), und Diabetes mellitus. Im Gegensatz dazu kann regelmäßige körperliche Bewegung zum Beispiel Hypertonie (Bluthochdruck), Darmkrebs und Schlaganfälle vorbeugen und Aggressionen abbauen.
 
Kolitzus zählt den Stressor Unglück als Auslöser psychischer Erkrankungen. Glück hingegen hilft Burnout zu vermeiden. Als Voraussetzung von Glück sieht er zum einen gesellschaftliche Bedingungen wie Bürgersinn (= sich für andere einsetzen), sozialer Ausgleich, Kontrolle über das eigene Leben, Demokratie und soziales Ansehen. Zum anderen sieht er aber auch persönliches Glück als Voraussetzung für eine stabile psychische Gesundheit. Hierzu zählt er eine glückliche, intakte Familie und eine zufriedenstellende Tätigkeit die immer wieder Herausforderungen mit sich bringt. Versuchen wir dies einmal auf Antonovsky zu beziehen: Ich habe eine intakte Familie, für die es sich zu arbeiten lohnt (Bedeutsamkeit?), die Arbeitsbelastung ist zufrieden stellend und mit meinem Privatleben vereinbar (Handhabbarkeit?) und der Sinn meiner beruflichen Tätigkeit ist mir klar (Verstehbarkeit?). Auch die Sozialisationsinstanz Familie und deren Auswirkung auf das SOC finden sich sowohl bei Antonovsky als auch bei Kolitzus wieder. 

Befindet man sich im Prozess des Ausbrennens, so gibt Kolitzus folgende Tipps:

  • sich nicht auf das negative versteifen sondern auch positive Dinge sehen
  • sich nicht von der Angst einnehmen lassen sondern Dinge auf sich zukommen lassen
  • seine Grenzen wahrnehmen und akzeptieren
  • angemessene Bescheidenheit und
  • Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft in einer Gruppe


Doch was müsste man tun, um gar nicht erst in den Prozess des Ausbrennens zu geraten? Dazu wären primäre präventive Maßnahmen auf allen Ebenen notwendig. Hans-Peter Unger und Carola Kleinschmidt haben sich auch mit dem Thema Burnout und vor allem mit seiner Vermeidung beschäftigt was ich im Folgenden zusammengefasst habe.

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10.2 Bevor der Job krank macht

Wie uns die heutige Arbeitswelt in die seelische Erschöpfung treibt und was man dagegen tun kann.

Von Hans-Peter Unger und Carola Kleinschmidt

Der Psychater Hans-Peter Unger und die Journalistin Carola Kleinschmidt sehen auch die Mitarbeiter im Gesundheitswesen als besonders Burnout gefährdet. Die Stressoren sind auch hier die Selben und die Auswirkungen gravierend. Der DAK Gesundheitsreport 2005 ergab, dass von 1996 bis 2004 Krankschreibungen aufgrund seelischer Erkrankungen um 69 Prozent zugenommen haben. (Quelle: UNGER/KLEINSCHMIDT 2006, 13)
Unger und Kleinschmidt beschreiben nach Bruce McEwen drei Stresstypen die Auswirkungen auf die Gesundheit haben können.

  1. Da gibt es einmal die Art von Menschen, die sich jeden Tag mit einem neuen Stressor konfrontieren. Der ständige Druck und die hohe Arbeitsbelastung kann sich dann irgendwann gesundheitsschädlich auswirken. Dies tritt oft bei Menschen mit Kurzzeitverträgen oder hoher Arbeitsbelastung auf.

  2. Der zweite Stresstyp beschreibt einen Menschen, der immer wieder gleich stark auf eine bestimmte Situation oder Person reagiert, sodass dieser immer einem gleich starken Stress ausgesetzt ist. Normalerweise regiert man nämlich nur bei der ersten Konfrontation besonders stark, später flacht die Reaktion ab. Dieser Typ trifft oft auf unsichere Menschen oder auf solche, die gemobbt werden zu.

  3. Beim dritten Fall handelt es sich um jemanden, der obwohl der Stressor schon längst vorbei ist, einfach nicht abschalten kann. Meist ist dies eine labile oder narzistische Persönlichkeit. (Quelle: UNGER/KLEINSCHMIDT 2006, 67f)


Die Ursache, ob eine Situation als Stressor gesehen wird oder nicht, wird auch hier in der Kontrollierbarkeit gesehen. Kontrolliere ich die Situation oder kontrolliert sie mich? Dies hängt von vielen Faktoren ab wie z.B.  von

der eigenen Qualifikation, vom persönlichen Entscheidungsspielraum und von der persönlichen Entfaltung.

Des Weiteren beschreiben sie zwei Typen von Burnout-Gefährdeten: den aktiven und den passiven Typ.
Der aktive Typ ist ein zielstrebiger Mensch der keine Grenzen kennt und sich somit dem Stress selbst aussetzt. Der passive Typ hingegen kann anderen nichts abschlagen und gerät deshalb in Stress.

Doch warum reagieren Menschen unterschiedlich auf Stress? Die Ursache sieht die Stressforschung unter anderem in der Kindheit. Bestimmte Situationen prägen einen Menschen so stark, sodass ähnliche Situationen im Erwachsenenalter zu Stressoren werden. Dazu zählen besonders traumatische Erfahrungen wie Verwahrlosung, Scheidung der Eltern und Missbrauch. Wirkt sich das also auf die Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit eines Menschen aus? Im Buch selbst
wird diesbezüglich kein Bezug zum SOC gemacht, jedoch setzen sich Hans-Peter   Unger   und   Carola    Kleinschmidt     auch   nicht   mit  dem
Salutogenesekonzept von Antonovsky auseinander.

Ich denke aber, dass eben das Gleiche gemeint ist. Denn auch laut Antonovsky beeinflussen im Kindesalter das soziale Umfeld und die Familie das Kind. Die unterschiedlichen Komponenten des SOC werden in dieser Zeit am meisten geprägt und dies bleibt zum größten Teil im Erwachsenenalter erhalten. Laut Antonovsky würde sich also das Verhalten in bestimmten Situationen im Kindesalter mit dem im Erwachsenenalter gleichen.

Kommen wir wieder auf Unger und Kleinschmidt zurück. Diese sprechen von einer Erschöpfungsspirale, in der sich Menschen mit einer hohen Arbeitsbelastung befinden. Erschöpfungsspirale deswegen, weil die Stressoren der Arbeitswelt ins Privatleben einfließen und auch dort zu zahlreichen Problemen führen können. Dazu zählen körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen und Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Tabletten-, Alkohol-, und/oder Drogenkonsum aber auch psychische  Störungen   wie  depressive Verstimmungen und  Reizbarkeit.

Um herauszufinden, ob man sich gerade in so einer Phase befindet, sollte man sich laut Unger und Kleinschmidt drei Fragen stellen:

1. Achte ich gerade genug auf mich selbst, meine Rhythmen, Bedürfnisse und Körpersignale? 

2. Wie verantwortlich und wertschätzend bin ich im Moment mir selbst und mir wichtigen anderen Menschen gegenüber?

3. Entspricht meine Arbeit meinen persönlichen Wertvorstellungen und  Lebenszielen?

(UNGER/KLEINSCHMIDT 2006, 124)

Der Ausweg aus der Erschöpfungsspirale ist sich eine Work-Life-Balance zu erschaffen, also ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben. Deshalb sollte man nach den Problemquellen suchen. Dazu definieren sie elf Bereiche (Quelle: UNGER/KLEINSCHMIDT 2006, 135f):  

  1. Das Arbeitsleben

    Wie wird die eigene Arbeit wahrgenommen? Als Pflicht oder als Freude?

  2. Eigensinn

    Kann ich eigene Entscheidungen treffen die für mich sinnvoll sind? Die Voraussetzung hierfür, so sagen Unger und Kleinschmidt, ist Antonovskys Kohärenzgefühl. Denn: „Menschen mit hohem Kohärenzgefühl können Stressoren in einen großen Zusammenhang einordnen und auch besser abpuffern. Sie gehen aktiv mit ihrem Arbeitsleben um: Fühlen sich nicht als Opfer des Systems, sondern sehen, wie und wo sie etwas verändern können, so dass der Job im Großen und Ganzen gut zu ihnen und ihrem Leben passt.“ (UNGER/KLEINSCHMIDT 2006, 137)

  3. Innere Verträge

    Hierbei geht es um die Frage, die man sich immer wieder selbst stellen sollte, nämlich,  ob sich die ganze Mühe überhaupt lohnt bzw. ob man als Ergebnis das kriegt, was man eigentlich braucht und sich wünscht.

  4. Selbstachtsamkeit

    Höre ich auf die Signale, die mir mein Körper sendet und kann ich diese umdeuten?
      
  5. Biorhythmen

    Kenn ich den Rhythmus meines Körpers und höre ich auf ihn? Oder: Weiß ich, wann ich lernen oder schlafen sollte, oder wann es Zeit wird abzuschalten?

  6. Partnerschaft

    Führe ich eine ausgeglichene Beziehung zwischen Arbeit und Privatleben?

  7. Grenzen

    Bin ich dazu in der Lage, anderen gegenüber „nein“ zu sagen?

  8. Verzicht

    Bin ich in der Lage, auf bestimmte Dinge zu verzichten? Ist mir klar, dass ich nicht alles haben kann?

  9. Mythen

    Ist mir klar, dass die meisten Mythen Ausreden sind? Dass z.B. Chaos keine Art von Kreativität ist, Überstunden keinen guten Arbeiter ausmachen?

  10. Scheitern

    Kann ich damit umgehen zu Scheitern? Wie gehe ich damit um?  Sehe ich das als Möglichkeit eines Neuanfangs oder als Niederlage?

  11. Reflexion

    Bin ich in der Lage dazu, mein Leben selbst zu Reflektieren? Wo ich stehe und ob es das Richtige für mich ist?


Nur selten trifft man Menschen, die in allen elf Bereichen eine optimale Lebensführung aufweisen. Das mag wohl unter anderem an den hohen Anforderungen liegen, die wir uns selbst und unsere soziale Umwelt an uns stellen. Auch die Voraussetzungen für einen guten Arbeitsplatz sind nur selten gegeben, dass Gegenteil ist eher der Fall. Eine Umfrage der INQA (Initiative Neue Qualität in der Arbeit) von 2006 zeigte, dass nur drei Prozent der Arbeitsplätze gut sind. Doch was macht eigentlich einen guten Arbeitsplatz aus?  Dazu zählen einmal das Verhältnis zu den Kollegen und Vorgesetzten, eine angemessene Belastung und natürlich eine faire Bezahlung damit sich das Arbeiten auch lohnt. Denn Geld spielt heutzutage eine wichtige Rolle.

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11 Wo stehen wir wirklich?

Um eine effektive Krankheitsprävention zu betreiben, müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Zum einen gilt es die Person selbst zu stärken um ihr SOC positiv zu beeinflussen. Dies beinhaltet aber auch, dass dem Individuum ermöglicht wird in einer intakten Familie und einem gesunden Umfeld aufzuwachsen. Doch wenn man die heutige Welt etwas genauer betrachtet, so sieht man zum Teil ärmliche Verhältnisse mit hohem Krankheitspotential, das sich wiederum eher negativ auf die drei Komponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit auswirkt. Die Zahlen sind erschreckend: Jeder fünfte Europäer unter achtzehn Jahren lebt heute unter oder an der Armutsgrenze. Die Folgen im Erwachsenenalter, die sich häufig daraus ergeben, sind Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und Kriminalität.
(EVANGELISCHES INFOPORTAL JESUS.CH 2007)

Somit müssten zur Stärkung des Individuums für alle gleich gute Lebensbedingungen geschaffen werden.
 
Der erste Schritt zur Schaffung von besseren Verhältnissen erfolgte mit der Ottawa Charta, später mit der Gesundheit 21 für die Europäische Union die beide als salutogenetisches Konzept gewertet werden müssen. Jedoch sind wir aber noch weit entfernt von einer vollständigen Umsetzung der einundzwanzig Ziele in Europa. Dies mag einerseits an der Armut bestimmter Bevölkerungsgruppen  liegen, andererseits aber auch am Verhalten des einzelnen Menschen. Denn dort wo es Angebote wie zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen zur Prävention gibt, werden diese nicht ausreichend wahrgenommen. Der Mensch geht anscheinend davon aus, dass ihm bestimmte Dinge einfach nicht zustoßen können. Dies scheint wohl eine Art generalisierte Widerstandsressource zu sein.

Es gibt aber nicht nur die körperlichen Erkrankungen die eine Wichtige Rolle in der heutigen Zeit spielen, sondern auch den psychischen Erkrankungen muss viel Beachtung geschenkt werden.

Der Mensch sieht sich in der jetzigen Zeit nicht nur mit privaten Problemen konfrontiert, sondern die Belastungen im Berufsleben nehmen immer stärker zu. Die Institutionen stehen in  einer immer stärkeren Konkurrenz zueinander und die Erwartungen an den einzelnen Mitarbeiter steigen. Viele können diesem Druck besonders in Verbindung mit dem Privatleben nicht auf Dauer standhalten. Dies kann zum Burnout führen und im weiteren Verlauf zur manifesten Depression. Die Symptome sind zahlreich, doch der Verlauf derselbe. Es beginnt mit einer hohen Arbeitsmotivation, der Wille etwas besonders gut zu machen ist sehr stark. Dies spiegelt einerseits auch die heutige Arbeitssituation wieder, die geprägt ist von hoher Arbeitslosigkeit und die Angst um den Arbeitsplatzverlust. Im Juli 2007 lag die Arbeitslosenrate in Deutschland bei 3,715 Millionen. ( BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT 2007)

Andererseits steht natürlich auch die hohe Arbeitsmoral mit der Persönlichkeit des Menschen in Verbindung. Dies mag wohl der eigentliche Grund  sein, warum manche Menschen ein Burnout erfahren und andere nicht. Der Eine kann mit Stressoren besser umgehen und überträgt diese nicht auf sein Privatleben, für den Anderen spielt  der Beruf eine weitaus wichtigere Rolle im Leben. Laut Antonovsky geht es hierbei also um die Bedeutsamkeit des Berufes für einen Menschen.
 Um einen Burnout zu vermeiden, bedarf es einer gesunden Arbeitspolitik, in der der Arbeitnehmer die Möglichkeit zur Persönlichkeitsentfaltung und Weiterbildung unter guten ökonomischen Aspekten bietet. Zusätzlich muss ein gutes Betriebsklima herrschen und Arbeit und Zeit müssen gut miteinander zu vereinbaren sein. Das beinhaltet, dass das salutogenetische Denken und Handeln schon bei Vorgesetzen und Mitarbeitern ansetzen muss.

Vorgestellt wurden zwei Konzepte zur Burnout Prophylaxe: „Das Anti-Burnout Erfolgsprogramm“ von Helmut Kolitzus und „Wenn der Job krank macht“ von Hans-Peter Unger und Carola Kleinschmidt.
Beide Konzepte setzen erst an, wenn Burnout schon beginnt. Dies setzt voraus, dass Wissen über diesen Zustand besteht und frühzeitig erkannt wird um die Notwendigkeit einer Veränderung zu erkennen. Jedoch ist die heutige Arbeitswelt geprägt von Unzufriedenheit, da auch der einzelne Mensch hohe Ansprüche an sich selbst stellt, sodass eine Abgrenzung zum Burnout  schwierig ist. Wichtig zu beachten ist auch, dass die beiden Konzepte lediglich eine Art Therapie sind, da sie erst ansetzen wenn das Ausbrennen schon beginnt. Ein salutogenetischer Ansatz hat zum Ziel, schon weitaus vorher präventiv zu handeln um gar nicht erst in die erste Phase eines Burnout zu geraten.

Eine spezielle Burnout-Prävention besteht demzufolge noch nicht, jedoch wird versucht durch allgemeine präventive Maßnahmen und Schaffung besserer Arbeitsbedingungen psychische und körperliche Erkrankungen zu vermeiden was sich im Nachhinein auch positiv gegen Burnout richten wird.

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Quellenverzeichnis

Antonovsky, A., Übersetzung durch Franke (1997): Salutogenese- Zur Entmystifizierung der Geundheit, Tübingen: DgvtVerl.

Bundesanstalt für Arbeit: Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland Juli 2007, URL:http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000000/html/start/monat/aktuell.pdf (Stand: 17.08.2007)

Evangelisches Infoportal Jesus.ch: Noch mehr Kinderarmut in Europa? URL:http://www.jesus.ch/index.php/D/artide/152-International/35612-Noch_mehr_Kinderarmut_in_Europa (Stand: 16.08.2007)

Hoefert, H.W. (2001): Psychologie. Studienbrief 6: Spezielle Aspekte der Psychologie- Psychologie der Pflege und Pflege als Beruf. Studienbrief Der Hamburger Fern-Hochschule

Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA): Ganzheitliche Prävention  URL:http://inqu.de/Inqa/Navigation/Themen/koerper-geist-und-arbeit,did=179708.html (Stand: 30.07.2007)

Kolitzus,  H. (2003): Das ANTI-BURNOUT Erfolgsprogramm, München: dtv

Pschyrembel (1998): Klinisches Wörterbuch. 258. Auflage. Berlin: de Gruyter

Unger, H.-P./Kleinschmidt, C. (2006): Bevor der Job krank macht. München: Kösel

Waller, H. (2001): Gesundheitswissenschaft. Studienbrief 3: Gesundheitsrisiken und ihre drei Dimensionen. Studienbrief der Hamburger Fern-Hochschule.

Waller, H. (2001): Gesundheitswissenschaft. Studienbrief 7: Handlungsmethoden (2) – Prävention. Studienbrief der Hamburger Fern-Hochschule.

Weltgesundheitsorganisation: Gesundheit 21. URL:http://www.euro.who.int/document/EFHAS-G.pdf (Stand: 8.08.2007)

Wikipedia: Burnout URL:http://www.de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom (Stand 1.08.2007)

Wikipedia: Definition Grenze. URL:http://www.de.wikipedia.org/wiki/Grenze/ (Stand: 1.08.2007)

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